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Kumanovos Bürgermeister entschuldigte sich bei seinen Bürgern für den Müll: Fünf Fahrzeuge kamen, das System blieb dasselbe

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Kumanovos Bürgermeister entschuldigte sich bei seinen Bürgern für den Müll: Fünf Fahrzeuge kamen, das System blieb dasselbe

Ein Bürgermeister, der sich bei seinen Bürgern entschuldigt, ist in Mazedonien keine häufige Szene. Maksim Dimitrievski tat es in Kumanovo, bei der Übergabe von fünf neuen Kommunalfahrzeugen: „Ich möchte mich in meinem eigenen Namen und im Namen des Direktors des öffentlichen Betriebs bei allen Bürgern für die unregelmäßige Müllabfuhr in der Stadt entschuldigen, besonders in den Randsiedlungen, wegen der häufigen Defekte und technischen Probleme mit den Fahrzeugen, die uns zur Verfügung stehen.“

Er erwartet, dass das Problem der Müllabfuhr bis Jahresende gelöst ist. Die Entschuldigung war direkt und ohne Einschränkung - etwas, worauf die Kumanovoer länger gewartet haben, als die Defekte dauerten.

Was genau angekommen ist

Übergeben wurden die Fahrzeuge von Verkehrsminister Aleksandar Nikoloski: zwei multifunktionale Fahrzeuge für die Stadtreinigung, ein Tankwagen, der Straßenreinigung und die Lieferung von Brauchwasser bei Versorgungsunterbrechungen ermöglicht, und zwei Kehrmaschinen. Nikoloski wies darauf hin, dass Kumanovo nach Skopje die meisten Fahrzeuge bekommt, weil es flächenmäßig die größte Gemeinde des Landes ist.

Die fünf Fahrzeuge sind Teil einer Beschaffung von insgesamt 49 Kommunalfahrzeugen, die das Verkehrsministerium mit Unterstützung der Weltbank durchführte, verteilt auf Skopje, Kumanovo, Tetovo, Prilep, Strumica, Štip, Ohrid, Negotino, Kičevo, Debar und Veles. Laut Ministerium wurden sie aus eingesparten Mitteln finanziert.

Nikoloski nannte auch Zahlen zur Unterstützung der Gemeinden: rund 242 Millionen Denar im ersten Aufruf und rund 328 Millionen im zweiten, dazu etwa eine Million Euro aus dem Haushalt des Verkehrsministeriums für einen Brückenbau, die Sanierung der städtischen Kapelle und lokale Straßen. Er kündigte zudem Elektrobusse für Kumanovo an.

Wo die Spende endet und das System beginnt

Dimitrievski sagt, der öffentliche Betrieb kämpfe seit Jahrzehnten mit Finanzproblemen. Genau da liegt der Haken der ganzen Geschichte. Fünf Fahrzeuge lösen eine Verzögerung. Sie lösen nicht, warum ein Kommunalbetrieb in der flächenmäßig größten Gemeinde des Landes seit Jahrzehnten nicht die Kapazität hat, sich selbst zu erneuern.

Die Gemeinde kündigt außerdem einen neuen öffentlichen Aufruf zur Auswahl eines privaten Partners für den Nahverkehr auf mehr als 28 Linien an. Das ist ein zweites System, das externen Eingriff braucht, um zu funktionieren.

Der Müll in Kumanovo wird diesen Winter vermutlich regelmäßiger abgeholt. Die Frage ist, was passiert, wenn diese fünf Fahrzeuge ihr Alter erreicht haben - ob der Betrieb sie bis dahin selbst ersetzen kann, oder ob der Bürgermeister erneut auf dem Platz steht und sich entschuldigt.