Skip to content

Magyar an der Macht, Gruevski unter Druck: Firma in Budapest, Sanktionsliste und mögliche Auslieferung

1 Min. Lesezeit
Teilen

Peter Magyar gewann die Wahlen am Sonntag, und bis Dienstag fordert er bereits den Rücktritt des Präsidenten und ignoriert Orban. Der Tisza-Parteichef verliert keine Zeit - buchstäblich.

Gruevski floh im November 2018. Skopje schickte noch im selben Jahr einen Auslieferungsantrag, ergänzt im Juni 2019. Budapest lehnte im August 2019 ab und berief sich auf seinen Rechtsrahmen zum Schutz politischer Asylbewerber. Jetzt, mit Magyar an der Macht, könnte sich dieser Rahmen ändern.

Vermögen in Ungarn

Gruevski saß nicht untätig. Im Juli 2021 gründete er die I.C.I.C. Kft. in Budapest - "Unternehmensberatung, Handel mit Porzellan und Reinigungsmitteln, Lebensmittel und Getränke, Vermögensverwaltung, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit." Bis 2022 registrierte die Firma zehn weitere Tätigkeiten. Umsatz? 10.500 Euro im Jahr 2024. Die Firma erschien auch auf der Sanktionsliste des US-Finanzministeriums.

Das Justizministerium sammelt nun Dokumente für eine mögliche Auslieferung. Mehrere Szenarien stehen im Raum: formelle Auslieferung, Entzug des Asyls und Abschiebung, oder - am unwahrscheinlichsten - Gruevski kehrt freiwillig zurück. Skopje redet, Budapest entscheidet. Aber diesmal, erstmals seit 2018, ist die Stimmung in Budapest nicht auf der Seite des Flüchtlings.