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Mel Brooks mit 100 und immer noch nicht im Ruhestand: das Leben eines Hollywood-Genies

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Mel Brooks mit 100 und immer noch nicht im Ruhestand: das Leben eines Hollywood-Genies

Einer der letzten wahren Giganten der Hollywood-Komödie ist 100 geworden - und weigert sich immer noch, in den Ruhestand zu gehen. Mel Brooks, geboren als Melvin Kaminsky in Brooklyn in einer jüdischen Familie mit europäischen Wurzeln, ist in einem Alter aktiv geblieben, in dem die meisten seiner Zeitgenossen längst verstummt sind.

Das Leben gab ihm keinen leichten Start. Sein Vater starb, als Mel erst zwei war, und seine Mutter zog vier Kinder allein groß. Mit 17 wurde er im Zweiten Weltkrieg zur US-Armee eingezogen, und schon davor unterhielt er Gäste in New Yorker Hotels. Nach dem Krieg begann er, Witze für das Radio und für Komiker zu schreiben, und die frühen Fünfziger brachten ihn ins Team der legendären „Your Show of Shows".

Dann kam die Reihe der Meisterwerke. Mit „Get Smart" (1965) verspottete er die Spionage-Manie jener Zeit. Sein Regiedebüt „The Producers" (1967) brachte ihm den Oscar für das beste Originaldrehbuch. Und 1974 brachte die beiden Klassiker, mit denen er unsterblich wurde - „Blazing Saddles" und „Young Frankenstein". Brooks gehört auch zur seltenen Gruppe von Künstlern mit EGOT-Status - mit gewonnenem Emmy, Grammy, Oscar und Tony.

Auf privater Ebene bleibt seine Ehe mit der Schauspielerin Anne Bancroft, die von 1964 bis zu ihrem Tod 2005 dauerte, eine der bekanntesten Liebesgeschichten Hollywoods. Sein Sohn Max Brooks wurde ein erfolgreicher Schriftsteller. Und Mel selbst hört nicht auf - 2021 veröffentlichte er seine Memoiren, im Januar dieses Jahres erschien eine Dokuserie über sein Leben, und eine Fortsetzung von „Spaceballs" ist für 2027 angekündigt. Auf die Frage, wie man jung bleibt, ist seine Antwort einfach: mit Neugier. Ein Jahrhundert später klingt das überzeugender als jede Anti-Aging-Industrie.