Skip to content

Mercor verhandelt über 20 Milliarden - doppelt so viel in einem halben Jahr

1 Min. Lesezeit
Teilen
Mercor verhandelt über 20 Milliarden - doppelt so viel in einem halben Jahr

Das Startup Mercor, das sich mit dem Training künstlicher Intelligenz befasst, verhandelt Berichten zufolge über eine neue Finanzierungsrunde bei einer geschätzten Bewertung von 20 Milliarden Dollar. Stimmt die Zahl, ist das doppelt so viel wie im vergangenen Oktober, als das Unternehmen 350 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 10 Milliarden einsammelte. Laut Bloomberg-Quellen stehen die Gespräche noch am Anfang, doch Mercor hat den Investoren bereits mitgeteilt, dass ein Angebot auf dem Tisch liegt.

Gründer und Geschäftsführer Brendan Foody verkündete auf X, dass der Jahresumsatz des Unternehmens 2 Milliarden Dollar überschritten habe - ein Wachstum von hundert Prozent in nur vier Monaten. Atemberaubende Zahlen, wenn sie stimmen. Und da ist die ewige Frage bei Startups aus der KI-Ära: Wie viel von diesen Bewertungen ist reale Wirtschaft und wie viel aufgeblähte Erwartung, die den nächsten Investor braucht, um sich zu halten.

Dass Mercor baut und nicht nur Geld einsammelt, zeigt auch die Ankündigung, dass es ein anderes Unternehmen kauft - Deeptune, das beim Training von KI-Agenten hilft. Das gesamte Team von Deeptune wechselt zu Mercor. Mit dem Umsatz, der Übernahme und einer möglichen neuen Finanzierungsrunde scheint das Unternehmen die Probleme vom Anfang 2026 hinter sich zu lassen, als es ein Datenleck erlitt. Ob 20 Milliarden der reale Preis eines KI-Trainingsunternehmens sind oder nur der jüngste Sprung in einem Rennen, in dem jeder das nächste Einhorn sein will - das wird die Zeit zeigen, nicht das Term Sheet der Investoren.