Sechzehn Festnahmen in vierundzwanzig Stunden, alle wegen Drogen: Die Polizei arbeitet - aber woher kommen so viele Leute?
20.09.2026
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12.04.2026
Das schwedische Startup Fika Jobs hat 4 Millionen Dollar (etwa 3,5 Millionen Euro) für eine Plattform eingesammelt, auf der dich für einen Job nicht mehr ein Mensch interviewt - sondern eine künstliche Intelligenz. Der Kandidat verbindet sein LinkedIn-Profil, durchläuft ein etwa zehnminütiges Gespräch mit einem KI-Agenten, und die Antworten werden automatisch in kurze Videoclips geschnitten, die Arbeitgeber dann wie in einem sozialen Netzwerk durchblättern.
Die Finanzierung führt Luminar Ventures an, mit Beteiligung von Alliance VC und den Gründern des bekannten Gaming-Unternehmens King. Hinter Fika stehen die Brüder Jakob und Alexander Duboa aus Stockholm. „Als wir unser vorheriges Projekt aufbauten, verbrachten wir viel Zeit mit der Einstellung und hätten beinahe einen Kandidaten verpasst, nur weil sein Lebenslauf nicht glänzte“, sagt Jakob Duboa, Geschäftsführer des Unternehmens. Das System, das auf Google Gemini läuft, prüft den Lebenslauf und generiert Fragen speziell für jeden Kandidaten.
Das Geschäftsmodell wird Arbeitgebern gefallen: kostenlos für Jobsuchende, während Unternehmen 10 Prozent des ersten Jahresgehalts des Mitarbeiters zahlen - gegenüber den üblichen 20 bis 30 Prozent, die klassische Personalagenturen berechnen. Billiger, schneller, skalierbarer.
Und hier lohnt es innezuhalten. Die Vorstellung, ein Algorithmus könne anhand eines zehnminütigen Videos beurteilen, ob jemand für einen Job geeignet ist, klingt effizient - bis man sich auf der anderen Seite der Kamera wiederfindet. Was passiert mit dem Kandidaten, der sich in einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht besser zurechtfindet als vor dem Objektiv? Wer antwortet, wenn das Modell dich nach Kriterien ablehnt, die dir niemand genannt hat? Die Automatisierung der Einstellung verspricht Fairness durch eine Maschine, aber die Maschine lernt von denselben Menschen, deren Vorurteile sie angeblich beseitigen sollte.
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