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Moj DDV am dritten Tag außer Betrieb: Der Staat verlangt eine Disziplin, die er selbst nicht einhält

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Moj DDV am dritten Tag außer Betrieb: Der Staat verlangt eine Disziplin, die er selbst nicht einhält

"Keine Verbindung zum Finanzamt!" - das ist die Meldung, die seit nunmehr drei Tagen die Bürger empfängt, wenn sie versuchen, einen Kassenbon über die App "Moj DDV" zu scannen. Das Amt für öffentliche Einnahmen sagt, das Problem sei technisch und es werde an seiner Behebung gearbeitet.

Für jene, die sie nicht täglich verfolgen: "Moj DDV" ist die staatliche App, über die Bürger Belege scannen, um an einem Gewinnspiel teilzunehmen und damit indirekt die Fiskalisierung anzukurbeln - das Ausstellen von Kassenbons. Wenn die App nicht funktioniert, leidet genau der Mechanismus, den der Staat selbst aufgebaut hat, um die Schattenwirtschaft zu bekämpfen.

Und hier ist die Ironie, die man laut aussprechen sollte. Derselbe Staat, der von den Bürgern Disziplin verlangt - jeder Beleg fiskalisiert, jeder Denar erfasst - schafft es nicht, seine eigene App drei Tage hintereinander am Laufen zu halten. Wenn ein Bürger mit einer Pflicht zu spät ist, folgt eine Strafe. Wenn das System des Staates versagt, folgt eine Mitteilung, dass "das Problem technisch ist".

Es ist nicht das erste Mal - die Verbindung zum Finanzamt bricht im letzten Jahr fast regelmäßig ab. Und gerade das Wiederkehren ist es, das das Problem größer macht als eine einzige technische Störung. Wenn das Werkzeug, mit dem die Steuerdisziplin aufgebaut wird, ständig versagt, wie soll diese Disziplin ernst genommen werden? Vertrauen in ein System entsteht dadurch, dass das System funktioniert - nicht durch Botschaften, dass es bald funktionieren wird.