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Mourinho kehrt zu Real Madrid zurück: Deal steht, Perez fällt wieder ins alte Muster

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Real Madrid kehrt erneut in die Arme des Mannes zurück, der den Klub schon einmal an die Spitze geführt hat. Laut Journalist Sacha Tavolieri hat der königliche Klub eine Einigung mit José Mourinho erzielt, dass dieser der nächste Trainer der „Weißen" wird - 13 Jahre nach seinem letzten Aufenthalt auf der Bank in Chamartín.

Mourinho führte Real Madrid zwischen 2010 und 2013 zum La-Liga-Titel mit einer Rekordpunktzahl, zum Pokalsieg und zum spanischen Supercup. Jetzt, mit derselben Art Trophäen im Verhandlungsraum, soll er Größeres reparieren - eine zersplitterte Kabine und eine Saison, die in Asche endet.

Formal hat der Portugiese noch einen Vertrag mit Benfica bis 2027, der aber eine Klausel enthält, die ihm den Wechsel erlaubt, wenn ein anderer Klub etwa 3 Millionen Euro Ablöse zahlt. Anders gesagt: Real holt ihn zu einem symbolischen, nicht zu einem realen Preis zurück.

Präsident Florentino Perez hält Mourinho für den perfekten Trainer, um Álvaro Arbeloa zu ersetzen, der nach der Januar-Entlassung Xabi Alonsos zum Cheftrainer befördert worden war. Die Lösung ist keine Überraschung - Perez kehrt häufig zu alten Bekannten zurück, wenn das Spiel im Klub erlischt.

Für denselben Posten wurden auch Mauricio Pochettino, Jürgen Klopp, Massimiliano Allegri und Didier Deschamps in Erwägung gezogen. Alle mit einer Biografie. Keiner mit dem spezifischen Gewicht eines Mannes, der das schon mit Real geschafft hat.

Mourinhos Aufgabe wird nicht leicht. Eine Kabine, die in den letzten Wochen auseinanderfiel, muss wieder zusammengeführt werden. Gleichzeitig muss er Balance im Kader finden und aus Kylian Mbappé, Vinícius Júnior und Jude Bellingham das Maximum herausholen - drei Stars, die untereinander nicht immer als Mannschaft funktionieren.

Von ihm wird auch erwartet, eine Schlüsselrolle in der Entwicklung Junger wie Arda Güler, Franco Mastantuono und Nico Paz zu spielen. Mourinho war bisher nicht besonders als Trainer von Jugend bekannt - er war berühmt dafür, reife Siegmaschinen zu bauen. Die Frage ist, ob er mit 63 die Geduld noch hat, die er einst brauchte.

Real muss ihn auch auf dem Markt stützen, vor allem mit den absehbaren Abgängen von Dani Carvajal, Antonio Rüdiger und David Alaba, die alle ablösefrei gehen. Das bedeutet eine neue Abwehr und eine neue Investition zu einem Zeitpunkt, an dem der Klub gerade dabei war, den Gürtel enger zu schnallen.

In Madrid hofft man, dass Mourinho seine magische Berührung nutzt - dieselbe Berührung, die in Tottenham und in den letzten Episoden bei Chelsea verblasste. Gelingt es, wird das die Krönung einer Karriere. Misslingt es, ist es eine Erinnerung daran, dass selbst Legenden im falschen Moment zurückkehren können.