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Real Madrid klopft erneut bei Mourinho an: Der Pokal ist der Preis, Kontrolle die Bedingung

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Real Madrid klopft erneut an José Mourinhos Tür. Laut Sky Deutschland ist der Kontakt direkt, und der Portugiese - derzeit auf der Bank von Benfica - schließt die Tür nicht. Trotzdem sind seine Bedingungen strenger als die jedes anderen: volle Kontrolle und das entscheidende Wort bei Transfers.

Präsident Florentino Pérez möchte den 63-jährigen Trainer offenbar zurück nach Bernabéu holen. Die Frage ist, ob er ihn genug will, um ihm das Transferbuch zu übergeben. Derselbe Pérez, der jahrelang ein System aufgebaut hat, in dem der Trainer ausführt und der Klub entscheidet, muss nun einen Kompromiss mit einem Mann eingehen, der nicht so arbeitet.

Mourinho erinnert sich an Bernabéu. Von 2010 bis 2013 gewann er drei Titel, hinterließ aber auch einen Haufen verbrannter Brücken in der Kabine. Die Rückkehr kommt in einem Moment, in dem der Klub auf eine Saison ohne Silberware zusteuert und die innere Disziplin offen zerfällt: Aurélien Tchouaméni und Federico Valverde sind im Training aneinandergeraten, Valverde landete mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus. Der Klub hat bereits ein Disziplinarverfahren gegen die beiden eingeleitet.

Finanziell ist die Operation nicht unmöglich. Mourinhos Vertrag bei Benfica hat eine Ausstiegsklausel von 3 Millionen Euro - für Real ein Rundungsfehler in der Buchhaltung. Teurer ist der Reputationspreis, wenn unterschrieben wird und dann die Situation wie vor zwölf Jahren explodiert.

Die Frage ist nicht, ob Real sich Mourinho leisten kann. Die Frage ist, ob Pérez sich leisten kann, im eigenen Klub die zweite Person zu sein.