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Mucunski aus Antalya: Korridore, Jugend und Fotos - aber wann kommen die Projekte?

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Aussenminister Timcho Mucunski fuhrte auf dem Diplomatischen Forum in Antalya mehrere bilaterale Gesprache mit Amtskollegen, mit Fokus auf die europaische Perspektive und regionale Vernetzung. Die Korridore 8 und 10, die durch Mazedonien verlaufen, nannte er "Schlussel fur regionale Entwicklung und wirtschaftliche Widerstandsfahigkeit".

Klingt ambitioniert. Aber wahrend Mucunski uber Korridore spricht, hat Mazedonien immer noch keine Autobahn nach Ohrid, und der Schienenverkehr sieht aus wie ein Museumsexponat. Investitionen in die Jugend seien "eine direkte Investition in die Zukunft der Region", erklarte der Minister - ein Satz, der viel mehr bedeuten wurde, wenn nicht 30.000 junge Menschen jahrlich das Land verlassen wurden.

Das Forum, abgehalten vom 17. bis 19. April, zog Delegationen aus uber 150 Landern an. Mucunski nahm auch an der Balkan-Friedensplattform teil - einer Initiative fur regionale Sicherheit und Stabilitat. Fur Mazedonien ist die Prasenz auf einem solchen Forum gut fur die Sichtbarkeit. Die Frage ist, ob den Fotos aus Antalya konkrete Projekte folgen - oder ob sie ein weiteres Kapitel im balkanischen Buch der Versprechen bleiben.