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Drohnen schlossen den Übergang nach Rumänien zum zweiten Mal in einer Woche: Die Donau ist die letzte Exportroute der Ukraine

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Drohnen schlossen den Übergang nach Rumänien zum zweiten Mal in einer Woche: Die Donau ist die letzte Exportroute der Ukraine

Der Grenzübergang „Orliwka“ am ukrainischen Donauufer ist erneut außer Betrieb. Russische Drohnen vom Typ „Geran“ griffen in der Nacht die Infrastruktur im Grenzgebiet des Gebiets Odessa an - den Fährkomplex und den Übergang selbst -, woraufhin der Verkehr nach Rumänien vollständig eingestellt wurde.

Der Angriff erfolgte im Rajon Ismajil an der Grenze zu Rumänien. Die Regionalverwaltung bestätigte, dass die Grenzinfrastruktur getroffen und der Betrieb des Übergangs vorübergehend eingestellt wurde. Zum Ausmaß des Schadens haben die ukrainischen Behörden noch keine Angaben gemacht.

Zweiter Angriff auf denselben Übergang in weniger als einer Woche

Das ist kein zufälliges Ziel. Derselbe internationale Fährübergang wurde auch in der Nacht zum 1. September angegriffen, als Drohnen das Gebäude und das Gelände des Übergangs trafen und Brände ausbrachen. Personen- und Güterverkehr wurden damals gestoppt, Fahrzeuge zu anderen Übergängen umgeleitet.

„Orliwka“ öffnete am 2. September wieder und lief normal. Wenige Tage später - ein neuer Schlag. Wenn derselbe Punkt binnen sieben Tagen zweimal getroffen wird, ist das kein Koordinatenfehler mehr.

Warum ein kleiner Donauübergang so viel wert ist

„Orliwka“ verbindet die ukrainische Donauseite mit dem rumänischen Isaccea und ist eine der Verkehrsrouten zwischen dem Gebiet Odessa und Rumänien. In diesem Abschnitt liegen auch die Häfen Ismajil und Reni, die während des Krieges für den ukrainischen Export weit größere Bedeutung erlangten - als die Seewege unsicher wurden, blieb der Fluss.

Deshalb sind die Schläge hier nicht nur militärisch. Sie sind wirtschaftlich. „Reuters“ berichtete Anfang September, dass russische Angriffe im Gebiet Odessa gleichzeitig Hafen-, Export- und Grenzinfrastruktur treffen - die drei Dinge, die es der Ukraine erlauben, Weizen zu verkaufen und alles andere zu bezahlen.

Und ein Detail, das man sich merken sollte: Auf der anderen Flussseite liegt Rumänien. NATO-Mitglied. Die Drohnen fallen rund fünfzig Meter von einer Grenze entfernt, hinter der Artikel 5 gilt. Bisher endete jeder solche Vorfall mit einer Protestnote und einem ausgebrannten Hangar.

Wann „Orliwka“ wieder öffnet - dazu gibt es keine Angabe.