34 Brände in 24 Stunden: drei lodern weiter, und die Warnungen löschen gar nichts
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12.04.2026
Die Vereinigten Staaten werden die Produktion von Patriot-Raketen im Jahr 2027 hochfahren, und die Ukraine erwartet größere Lieferungen dieser Abwehrflugkörper. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einer Pressekonferenz in Kiew mit.
Wichtig ist ein Satz seiner Erklärung, und er handelt nicht von Waffen. Selenskyj sagte, die Ukraine werde diese Systeme auch dann brauchen, wenn der Krieg endet. Ein Präsident, der gleichzeitig auf ein Kriegsende hofft und Luftverteidigung für die Zeit danach plant - das ist kein Widerspruch, das ist Nüchternheit. Und es sagt weit mehr über den erwarteten Frieden als jede diplomatische Mitteilung.
Selenskyj kündigte auch bevorstehende Treffen in Norwegen und Kanada zur Stärkung der ukrainischen Verteidigungskapazitäten an und zeigte sich überzeugt, das Ziel werde so schnell wie möglich erreicht. Er erwähnte zudem, Deutschland erhöhe die Produktion von Raketen für dasselbe System, da deutsche Hersteller die nötigen Lizenzen und gesonderte Verträge mit Kiew besitzen.
2027 ist näher, als es klingt, und ferner, als es sein dürfte
Das Datum sollte man sich merken. Nicht nächsten Monat, nicht nächstes Jahr - 2027. Also setzt selbst das optimistischste Szenario voraus, dass die Ukraine ein weiteres ganzes Jahr mit dem auskommt, was sie jetzt hat. Die westliche Rüstungsindustrie wurde über Jahrzehnte für Friedenstempo gebaut und muss nun den Rhythmus eines Krieges aufnehmen, in dem Raketen schneller verbraucht als produziert werden.
Damit ist die Erklärung eigentlich ein Eingeständnis. Das Problem ist nicht der politische Wille. Das Problem sind Fabriken, Lizenzen und Wartelisten - Dinge, die kein Gipfel mit Applaus löst.
Für eine Region, die auf importierte Energie und fremde Verteidigungsschirme baut, ist das eine selten laut ausgesprochene Erinnerung: Verteidigung kauft man nicht, wenn man sie braucht. Man bestellt sie Jahre im Voraus - oder bekommt sie gar nicht.
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