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Zwei russische Su-35S kollidierten über Kursk in der Luft, ein Pilot starb: Der Kanal, der es meldete, beschuldigte sofort die Ukraine

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Zwei russische Su-35S kollidierten über Kursk in der Luft, ein Pilot starb: Der Kanal, der es meldete, beschuldigte sofort die Ukraine

Zwei russische Jagdflugzeuge vom Typ Su-35S sind über dem Gebiet Kursk in der Luft zusammengestoßen, ein Pilot kam ums Leben. Die Meldung stammt von der „Moscow Times“ unter Berufung auf einen russischen Telegram-Kanal. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag keine offizielle Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums vor.

Hier wird die Geschichte interessant. Derselbe Telegram-Kanal, der den Tod des Piloten meldete, beschuldigte indirekt die Ukraine mit der Botschaft, die Ukrainer würden „dafür büßen“. Kiew bestätigte keinerlei Beteiligung. Wir haben also einen Kanal, der gleichzeitig meldet, zwei eigene Maschinen seien zusammengestoßen - und der Feind sei am Zusammenstoß schuld.

Das Mächtigste, was sie haben, nach der Su-57

Die Su-35S ist kein altes Flugzeug, das aus Erschöpfung herunterfällt. Sie ist ein Mehrzweckjäger der vierten Generation, unter den stärksten der russischen Luftwaffe - über ihr steht nur die neuere Su-57. Sie trägt das Radarsystem „Irbis“ und kann Luft-Luft-Raketen R-37M mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern starten.

Zwei solcher Maschinen flogen ineinander. Nicht abgeschossen, nicht vom Boden getroffen - kollidiert. Das ist eine Angabe, die mehr über den Zustand der Flugausbildung und des Luftverkehrs über der Kriegszone sagt als jeder offizielle Bericht.

Die Verluste häufen sich auch auf anderem Weg. Am 2. September zerstörten ukrainische Kräfte eine MiG-29 nahe dem Luftwaffenstützpunkt Millerowo und einen Hubschrauber Ka-27 nahe der Basis Jeisk. Zuvor trafen ukrainische Drohnen den Stützpunkt Schagol im Gebiet Tscheljabinsk und beschädigten vier Flugzeuge - zwei Su-57, eine Su-34 und eine weitere Maschine vom Typ Su.

Tscheljabinsk liegt tief in Russland, Tausende Kilometer von der Front entfernt. Wenn Drohnen dorthin gelangen und Jäger über eigenem Gebiet ineinanderfliegen, ergibt das kein Bild eines kontrollierten Luftraums. Die Frage ist, wie lange eine Armee an zwei Fronten Flugzeuge verlieren kann - an den Feind und an sich selbst.