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Polizisten von der Chemotherapie weggeschickt: Beschäftigte des Innenministeriums ohne Krankenversicherung

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Polizisten von der Chemotherapie weggeschickt: Beschäftigte des Innenministeriums ohne Krankenversicherung

Beschäftigte des Innenministeriums stehen ohne Krankenversicherung da. Ein Teil von ihnen wurde von der Chemotherapie, von diagnostischen Verfahren, von Laboruntersuchungen weggeschickt. Wer eine Behandlung brauchte, bekam zu hören, er solle den Eingriff entweder privat selbst zahlen oder warten, bis sein Status im System wieder geregelt ist.

Ein Polizist, der eine Krebstherapie erhalten soll und aus dem Krankenhaus zurückgeschickt wird, weil ihn das System nicht als Versicherten erkennt - das ist der Endpunkt dieses Falls. Alles andere ist Verwaltung.

Zwei Institutionen, zwei Erklärungen

Der Krankenversicherungsfonds sagt, die Lage sei nicht die Folge eines technischen Problems oder eines Rückstaus in seinem System. Nach den vorliegenden Daten sind im Innenministerium Beschäftigte registriert, die aufgrund von Gerichtsurteilen wieder eingestellt wurden, und für einen Teil von ihnen ist derzeit keine entsprechende Beitragszahlung für den gemeldeten Zeitraum erfasst. Der Fonds betont, es handle sich um einen systemischen Mechanismus, der für alle juristischen Personen im Land gleichermaßen gelte, und die Versicherung werde automatisch aktiviert, sobald die Zahlung erfasst sei.

Das Innenministerium wiederum erklärt, mit dem Julilohn seien sämtliche Beiträge für die erfassten Beschäftigten gezahlt worden.

Die beiden Institutionen sind sich also nicht einmal darüber einig, ob das Geld überwiesen wurde. Der Fonds appelliert, die Frage nicht zu politisieren und keine unnötige Beunruhigung unter den Versicherten zu erzeugen.

Es ist nicht das erste Mal

Und hier ist der Teil, der diesen Fall aus der Verwaltung in etwas anderes verschiebt. Dasselbe geschah bereits Ende Juni dieses Jahres - erneut wegen eines Eintrags zu einem per Gerichtsurteil wieder eingestellten Polizisten, erneut eine Lücke in der Erfassung. Der Mechanismus ist also bekannt, die Ursache ist bekannt, und eine Lösung wurde nicht eingeführt.

Die unabhängige Polizeigewerkschaft fordert ein sofortiges Eingreifen des Innenministers und eine dauerhafte Lösung, damit sich der Zustand nicht wiederholt. Genau diese Formulierung zeigt, dass das Problem intern bekannt ist und niemand damit rechnet, dass es von selbst verschwindet.

Der Fonds sagt, der Mechanismus gelte für alle juristischen Personen gleich, und darin hat er recht. Doch bei einer Institution mit mehreren tausend Beschäftigten lässt eine nicht erfasste Zahlung nicht eine Person ohne Versicherung zurück - sondern viele. Das ist der Unterschied, den beide Seiten dieses Streits kennen, und dennoch verweisen sie aufeinander, während jemand mit einer Überweisung zur Chemotherapie auf eine Antwort wartet.