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Eine wilde Müllkippe an der Quelle, die ein Viertel des Landes versorgt - und alle sagen, sie sei nicht ihre

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Eine wilde Müllkippe an der Quelle, die ein Viertel des Landes versorgt - und alle sagen, sie sei nicht ihre

Die Quelle „Rasce” versorgt Skopje und rund 25 Prozent der Landesbevölkerung mit Trinkwasser. Die Opposition behauptet, die Umgebung dieser Quelle sei in eine wilde Müllkippe verwandelt worden. Die Stadt Skopje entgegnet, die Kippe liege 30 Kilometer entfernt, nicht auf ihrem Gebiet, und das Wasser sei sicher.

SDSM-Generalsekretär Aleksandar Sasa Dimitrijevic nannte die Lage auf einer Pressekonferenz alarmierend und ein direktes Gesundheitsrisiko für die Bürger, zumal in demselben Gebiet auch landwirtschaftliche Produkte angebaut werden. „Wer hat zugelassen, dass eine solche wilde Kippe in der Nähe der Quelle entsteht, aus der ein Viertel der Bürger dieses Landes versorgt wird?”, fragte er und erinnerte daran, dass Bürger in Gostivar und in über 50 Ortschaften seit mehr als einem Monat mit verunreinigtem Trinkwasser zu tun haben.

Die Antwort der Stadt

Bürgermeister Orce Gjorgjievski teilte mit, das Wasser in Skopje sei mikrobiologisch und chemisch einwandfrei und sicher trinkbar. Die Kippe, sagt er, liege nicht auf dem Gebiet der Stadt Skopje und sei rund 30 Kilometer von den Quellen entfernt; nach vorliegenden Informationen bestehe sie seit etwa dreißig Jahren.

Kontrollen erfolgen laut Stadt fortlaufend - täglich werden Proben an 36 bis 40 verschiedenen Stellen des Versorgungssystems entnommen und in den Laboren des kommunalen Betriebs „Vodovod i kanalizacija” analysiert. Die Quelle steht unter 24-Stunden-Überwachung mit Videokameras und Wachpersonal. Die Stadt rief die Bürger auf, sich auf offizielle Informationen zu stützen und nicht auf ungeprüfte Spekulationen.

Der Satz, den die eigene Mitteilung übergangen hat

Der interessanteste Teil der städtischen Antwort ist weder die Verteidigung noch die Zahl der Proben. Es ist ein Satz in der Mitte: Jeder Standort, der ein potenzielles Umweltproblem darstellt, solle angemessen behandelt und geräumt werden, und die Stadt Skopje werde volle Unterstützung bei der Lösung leisten, obwohl der Standort nicht auf ihrem Gebiet liege.

Die Stadt behauptet also gleichzeitig, das Problem sei nicht ihres und das Problem existiere. Wenn die Kippe seit dreißig Jahren dort liegt, ist sie keine Neuigkeit, und die Frage „wessen Gebiet ist es” ist keine Antwort. Irgendeine Gemeinde hat dieses Gebiet. Irgendein Inspektorat ist für eine wilde Kippe zuständig. Irgendeine Behörde hat dreißig Jahre lang Genehmigungen erteilt oder eben nicht.

Und hier hört „das ist nicht bei uns” auf, eine Verteidigung zu sein, und wird zur Beschreibung des Problems. Wenn eine wilde Kippe drei Jahrzehnte auf dem Weg zu einem Wassereinzugsgebiet überdauern kann, das ein Viertel des Landes versorgt, heißt das nicht, dass niemand sie räumen könnte - es heißt, dass jeder, der es könnte, einen guten Grund hat, auf einen anderen zu zeigen.

Das Wasser in Skopje ist vorerst einwandfrei, das zeigen die Analysen. Die Frage ist, was sie zeigen werden, wenn die Kippe zum Problem von jemandem wird, der zugibt, dass sie seine ist.