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Ein Millionen-Rasen drei Tage unter Brettern: Bitola verlor seinen Rasen an zwei Konzerte, und der Betrieb sagt, es gebe keinen Grund zur Sorge

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Ein Millionen-Rasen drei Tage unter Brettern: Bitola verlor seinen Rasen an zwei Konzerte, und der Betrieb sagt, es gebe keinen Grund zur Sorge

Sehen Sie sich das Foto vom Stadion „Petar Miloševski” in Bitola an. Die grünen Sitze auf den Rängen sind ordentlich. Die Dachkonstruktion ist neu. Und der Rasen davor hat die Farbe von Heu.

Das ist übrig nach zwei Konzerten - Zdravko Čolić am 1. August und Steve Aoki am 2. August. Der Platz war drei Tage lang mit Brettern abgedeckt, im heißesten Teil des Sommers, ohne normale Bewässerung. Das Ergebnis sieht man von der Tribüne: große trockene Flächen dort, wo vor zehn Tagen der Rasen eines Fußballstadions lag.

Eine Million Euro, dann Bretter über dem Gras

Die Zahl, die diese Geschichte schmerzhafter macht, steht in keiner Mitteilung. Das Stadion durchlief kürzlich eine umfassende Sanierung im Wert von rund einer Million Euro. Die Nordtribüne wurde bis 2023 erneuert, die Sanierung der Südtribüne endete 2025, als das Stadion die UEFA-Inspektion bestand. Das Spielfeld wurde 2025 vom Fußballverband komplett erneuert - neue Drainage, neues Bewässerungssystem, völlig neuer Rasenaufbau.

Also: Staat und Verband investieren Jahre und eine Million Euro in einen Platz, der internationalen Standards genügt, und dann wird genau dieser Platz im August drei Tage lang mit Brettern abgedeckt, damit zwei Konzerte stattfinden können.

Ein Stadtrat mit Kamera, Institutionen mit Mitteilung

Die Geschichte hat keine Institution aufgemacht. Aufgemacht hat sie ein Stadtrat - Ivan Čulakoski von der unabhängigen Bürgerinitiative „Poinaku” - der Fotos der beschädigten Fläche veröffentlichte. Sein Kommentar in sozialen Netzwerken war direkt: „Drei Tage mit Brettern abgedeckt, in der größten Hitze, ohne Wasser. Was habt ihr euch gedacht? Ihr habt nicht gedacht! Eines baust du, drei ruinierst du.”

Die Antwort der Gemeinde Bitola und des öffentlichen Betriebs „Komunalec”, der das Stadion verwaltet, kam in Standardform. In Zusammenarbeit mit dem Fußballverband habe man „schon am nächsten Tag, nach den Konzerten, mit der Reparatur und Erneuerung der Rasenfläche begonnen”. Und der Satz, der in jeder zweiten Mitteilung eines öffentlichen Betriebs steht: „Wir versichern der Öffentlichkeit, dass es überhaupt keinen Raum für Sorge gibt.”

Der Rasen auf dem Foto sieht nicht nach etwas aus, für das es keinen Raum für Sorge gibt.

Die Fragen, die die Mitteilung nicht berührt

Komunalec behauptet, alle Sprinkler funktionierten und die Erneuerung werde „in sehr kurzer Zeit” abgeschlossen. Gut - aber warum funktionierten die Sprinkler in jenen drei Tagen nicht, als der Platz bei über dreißig Grad unter Brettern lag? Das ist eine technische Frage mit einer sehr einfachen Antwort, und genau deshalb stellt sie niemand laut.

Die zweite Frage betrifft den Vertrag. Der Konzertveranstalter nutzte einen Platz in öffentlichem Eigentum. Steht im Vertrag, wer die Sanierung zahlt, wenn der Platz beschädigt wird - der Veranstalter oder Komunalec aus öffentlichem Geld? Die Mitteilung sagt, die Maßnahmen seien „in Zusammenarbeit mit dem Veranstalter” ergriffen worden, eine Formulierung, die alles bedeuten kann - von voller finanzieller Haftung bis zu einem freundlichen Telefonat.

Bitola will große Konzerte und hat ein Recht darauf. Städte leben von Veranstaltungen, und ein Stadion, das nur zwanzigmal im Jahr für Fußball genutzt wird, ist eine schlechte Investition. Aber es gibt einen Unterschied zwischen einen Raum nutzen und ihn verbrauchen. Der Unterschied heißt Planung - und die kostet immer weniger als die Sanierung.