Skip to content

Studierende aus Skopje, Korça und Thessaloniki in Pretor: Prespa als Erbe, das sich drei Nachbarn teilen

1 Min. Lesezeit
Teilen
Studierende aus Skopje, Korça und Thessaloniki in Pretor: Prespa als Erbe, das sich drei Nachbarn teilen

Prespa ist ein See, den sich drei Staaten teilen, und lange Zeit war das eher ein Anlass für Grenzen als für Gespräche. Deshalb ist es bemerkenswert, wenn Studierende aus Skopje, Korça und Thessaloniki drei Tage lang in Pretor an einem Tisch sitzen und über dasselbe Erbe sprechen.

Die dreitägige Studierendenkonferenz „Das kulturelle und natürliche Erbe der Prespa-Region als Mittel der Kommunikation zwischen den Jahrhunderten - zeitgenössische Perspektiven“ organisierte das Institut und Museum Bitola im Rahmen des Projekts ACT4PRESPA, das die Europäische Union über das Programm „EU für Prespa“ fördert. Vorgestellt wurden 12 studentische Arbeiten von vier akademischen Einrichtungen: dem Institut für Ethnologie und Anthropologie der Naturwissenschaftlichen Fakultät in Skopje, dem Institut für Denkmalschutz der Architekturfakultät in Skopje, der Universität „Fan S. Noli“ in Korça und der Abteilung für Balkan-, Slawistik- und Orientstudien der Universität Makedonien in Thessaloniki.

Die Themen reichten von traditionellen Trachten, Bräuchen und kollektivem Gedächtnis bis zu Klosteranlagen, Naturwerten und nachhaltigem Tourismus. Die Teilnehmer fuhren auch ins Feld, nach Ljubojno, einem Dorf mit dem Status eines geschützten Denkmalensembles. „Prespa ist nicht nur ein geografischer Raum, sondern ein lebendiger Zeuge der Zeit, in dem sich Natur und Kultur seit Jahrhunderten verflechten“, sagte Projektkoordinatorin Dr. Meri Stojanova.

Die Ideen sind gut, und die jungen Forscher haben sie offensichtlich. Bleibt die Frage, die nach solchen mit EU-Geld finanzierten Treffen meist auftaucht: Kommt dieses Wissen bei den Gemeinden an, die entscheiden, wer am See baut und wie die alten Häuser in Ljubojno erhalten werden - oder endet es in einem Tagungsband?