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100 neue Rettungswagen für den Notdienst, und der Minister gibt zu: Am meisten fehlen Fahrer

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100 neue Rettungswagen für den Notdienst, und der Minister gibt zu: Am meisten fehlen Fahrer

Hundert weiße Fahrzeuge auf einem Parkplatz aufgereiht, ein Premier, ein Minister und Kameras. Der Rettungsdienst bekommt 100 neue Rettungswagen, ausgestattet mit EKG-Geräten, Defibrillatoren, Beatmungstechnik und Klimaanlage. Ein schönes Bild. Und dann sagte Gesundheitsminister Sašo Klekovski auf eine Journalistenfrage den Satz, der mehr wert ist als die ganze Inszenierung: Der größte Engpass im Rettungsdienst sind - die Fahrer.

Die Zahlen sehen so aus. Derzeit verfügen die Dienste über rund 140 aktive Fahrzeuge. Von den neuen 100 dienen 60 dem Ausbau der Kapazität, 40 ersetzen ausgediente. So soll die Gesamtzahl auf rund 200 steigen. Das Ministerium verhandelt bereits über weitere 50 Fahrzeuge im nächsten Jahr. Die Verteilung, sagt Klekovski, folgt Kriterien: Einwohnerzahl, Fläche, jährliche Einsätze, Transporte und Zustand der vorhandenen Fahrzeuge. Die Wagen gehen in den Einsatz, sobald die Teams an der neuen Ausrüstung geschult sind.

Eine landesweite Personalanalyse nach Kategorien - Fahrer, Ärzte und Pflegekräfte - mit einer Prognose der Ruhestände bis 2030 zeigte, wo der größte Engpass liegt: beim Menschen am Steuer. Das Ministerium will mit den Gesundheitseinrichtungen und dem Finanzministerium sprechen. Mit anderen Worten: Die Fahrzeuge haben wir, das Geld für die Menschen wird noch gesucht. Wie viele der 200 Wagen werden in der Garage stehen, weil niemand da ist, der sie fährt?

Premier Hristijan Mickoski nutzte die Übergabe für eine breitere Bilanz: 120 Fahrzeuge für das Innenministerium, rund hundert für die Post, 53 für die Straßenreinigung in den Gemeinden und bald 150 Elektrobusse. „Vieles wurde vernachlässigt, vieles zerstört, vieles gestohlen“, sagte er und räumte ein, dass „mit diesen 100 Fahrzeugen nicht alles gelöst ist“. Da fällt es schwer, ihm zu widersprechen.

Klekovski kündigte auch Reformen an: den Rettungsdienst als eigenständigen Dienst vom Gesundheitszentrum Skopje abzutrennen und das dann landesweit auszuweiten, nationale Triage-Standards, eine nationale Leitstelle und die schrittweise Einführung von Notfallsanitätern. „Die Bürger kennen die Gemeindegrenzen der Gesundheitszentren nicht“, sagte der Minister - und er hat recht. Wer auf der Straße zusammenbricht, den interessiert nicht, wem der Rettungswagen gehört, sondern ob er kommt. Und damit er kommt, braucht er außer einem Fahrzeug auch einen Fahrer.