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Protest vor dem Parlament: Mazedonier im Ausland - zahlt auch hier Steuern

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Am 28. April mittags versammelten sich Bürger vor dem mazedonischen Parlament, um gegen die Steuer des Steueramts auf im Ausland erzielte Einkommen zu protestieren. Die Forderung nach Steuerzahlungen von Mazedoniern, die außerhalb des Landes arbeiten, hat eine Welle der Unzufriedenheit ausgelöst - und heute trat diese Unzufriedenheit auf die Straße.

Der Protest wurde ohne Parteibeteiligung organisiert - Bürger, nicht Parteien. Viele, die Forderungen vom Steueramt erhalten haben, sind junge Menschen, die ins Ausland gegangen sind, dort arbeiten und Steuern zahlen, und nun mit einer Forderung nach Doppelbesteuerung konfrontiert sind. Die rechtliche Grundlage ist umstritten, und für viele kam die Praxis des Steueramts ohne Vorwarnung.

Das Innenministerium kündigte ein besonderes Verkehrsregime im Zentrum von Skopje an - die Straße vor dem Parlament blockiert. Allein das sagt aus, dass der Protest nicht klein ist.

Mazedonien verliert seit Jahrzehnten Einwohner. Menschen gehen, weil es zu Hause keine Bedingungen gibt. Und wenn sie gehen, will der Staat einen Anteil am Einkommen, das sie draußen verdienen. Ob das fair ist - oder das Rezept für eine noch größere Auswanderung - ist eine Frage, die das Parlament bis heute nicht klar beantwortet hat.