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Zweite Sonder-Rattenbekämpfung in Centar binnen zwei Monaten - der Bürgermeister räumt selbst ein, dass das nichts löst

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Zweite Sonder-Rattenbekämpfung in Centar binnen zwei Monaten - der Bürgermeister räumt selbst ein, dass das nichts löst

Zweite außerplanmäßige Rattenbekämpfung in der Gemeinde Centar innerhalb von zwei Monaten. Nicht die reguläre Frühjahrsaktion, nicht die anstehende im Herbst - eine Sonderaktion, zum zweiten Mal, wegen vermehrten Nagerbefalls und Meldungen von Bürgern. Die Aktion läuft heute und morgen in Bunjakovec, Kapištec, am Gradski zid und an weiteren kritischen Standorten.

Der Bürgermeister von Centar, Goran Gerasimovski, sagte laut, was jeder Leser ohnehin weiß: Mit Rattenbekämpfung wird das Problem nicht gelöst.

„Das ist die zweite Sonderbekämpfung in den letzten zwei Monaten. Davor hatten wir die reguläre Frühjahrsaktion, und die Herbstaktion steht bevor. Aber allein mit Bekämpfung löst man das Problem nicht“, sagte er und appellierte an die Stadt Skopje und die städtischen Betriebe, Container regelmäßig zu leeren und zu warten und die Kanalisation instand zu halten.

Der Köder ist Folge, nicht Maßnahme

Die Rechnung ist einfach und braucht keinen Experten. Nager gehen dorthin, wo es Futter und Unterschlupf gibt. Ein überfüllter Container ist Futter. Eine offene Kanalisation ist Unterschlupf. Gift über beides gestreut reduziert weder das eine noch das andere - es reduziert nur die Zahl der Nager, die beides finden, bis zur nächsten Generation.

Gerasimovski hat auch recht damit, dass das Problem nicht auf eine Gemeinde beschränkt ist, sondern breiter liegt, und dass es einen systemischen Ansatz mit allen zuständigen Institutionen braucht. Das stimmt. Es ist zugleich der bequemste Satz, den ein Bürgermeister sagen kann, denn er verteilt die Verantwortung auf so viele Adressen, dass am Ende keine übrig bleibt.

Deshalb lohnt die konkrete Frage: Wie oft pro Woche werden die Container in Bunjakovec und Kapištec geleert? Wann wurde das Kanalnetz in diesen Straßen zuletzt gewartet? Gibt es eine Antwort, ist die Debatte beendet. Gibt es keine, dann ist eine zweite Sonderaktion in zwei Monaten kein unerwartetes Ereignis - dann ist sie ein Fahrplan.

Die Gemeinde ruft die Bürger auf, solche Vorkommnisse zu melden, damit rechtzeitig gehandelt werden kann. Die Bürger tun das bereits - genau ihre Meldungen haben diese Aktion ausgelöst. Die Frage ist nicht, ob Menschen melden. Die Frage ist, was mit einer Meldung geschieht, sobald sie die Schwelle zum Gift überschritten hat.