Skip to content

Rakete trifft Flughafen Riad: dritter Angriff auf saudische Flughäfen in dieser Woche, Trump schließt eine US-Antwort nicht aus

1 Min. Lesezeit
Teilen
Rakete trifft Flughafen Riad: dritter Angriff auf saudische Flughäfen in dieser Woche, Trump schließt eine US-Antwort nicht aus

Eine Rakete hat das Passagierterminal des internationalen Flughafens „König Khalid“ in Riad getroffen. Bewohner der saudischen Hauptstadt meldeten mindestens zwei heftige Explosionen, aus Richtung Flughafen stieg dichter schwarzer Rauch auf, mehr als zehn Rettungswagen fuhren zum Terminal. „Alle sind gerannt“, erzählte ein Augenzeuge während der Evakuierung.

Laut einer diplomatischen Quelle stecken die Huthi aus dem Jemen hinter dem Angriff, die vom Iran unterstützte Rebellengruppe. Das Krankenhaus teilte mit, fünf Personen lägen auf der Intensivstation, die Zahl der Verletzten sei hoch; ein Medium, das irakischen paramilitärischen Gruppen nahesteht, meldete 45 Verletzte. Dutzende saudische Zivilisten wurden ins Krankenhaus gebracht, eine endgültige Zahl haben die saudischen Behörden noch nicht veröffentlicht.

Es ist der dritte Angriff auf einen saudischen Flughafen in dieser Woche. Bei den beiden vorherigen starben mindestens drei Menschen, darunter ein saudischer Pilot. Die saudische Zivilluftfahrtbehörde stoppte alle Flüge und erklärte, der Angriff sei Teil „anhaltender und offenkundiger Angriffe auf Einrichtungen der Zivilluftfahrt“. Fast 300 Flüge wurden an einem einzigen Tag gestrichen, Kuwait Airways, Etihad und Qatar Airways setzten ihre Flüge nach Riad mindestens bis Anfang nächster Woche aus.

Trump: „Vielleicht schalten wir uns ein“

Auf die Frage, ob Washington Saudi-Arabien militärisch unterstützen werde, ließ Trump die Tür offen: „Vielleicht. Wir werden uns die Lage ansehen. Wir haben gerade erst von diesem neuesten Angriff erfahren, also werden wir eine Entscheidung treffen. Wir handeln sehr schnell.“ Im Nahen Osten bleibt so ein Satz aus dem Weißen Haus selten nur ein Satz.

Der Kontext ist düster. Die USA und Israel befinden sich seit dem 28. Februar im Krieg mit dem Iran, und die Huthi haben in den letzten Wochen ihre Raketen- und Drohnenangriffe auf saudische Flughäfen, Ölanlagen und andere Ziele verstärkt. Sie behaupten, auf eine neue Offensive der von Riad unterstützten jemenitischen Kräfte zu reagieren. Die informelle Waffenruhe im Jemen ist zerfallen, und wieder wird um die Meerenge Bab al-Mandab gekämpft - einen der wichtigsten Schifffahrtswege zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden.

Die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit hat bereits vor einem erhöhten Risiko für Flüge gewarnt, weil die Angriffe immer weiter reichen und immer präziser werden. Wenn Passagierterminals zu Zielen werden, gibt es die Grenze zwischen „ihrem“ und „unserem“ Krieg nicht mehr. Wie viele Flughäfen müssen noch getroffen werden, bevor sich jemand ernsthaft um den Krieg im Jemen kümmert?