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Krieg auf den Schienen: Russland zerstörte mit billigen Drohnen über 200 ukrainische Lokomotiven

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Krieg auf den Schienen: Russland zerstörte mit billigen Drohnen über 200 ukrainische Lokomotiven

Der Krieg in der Ukraine wird längst nicht mehr nur an der Front geführt - er wird zunehmend auf den Schienen, in Depots und gegen Lokomotiven geführt. Russland hat seine Kamikaze-Drohnen vom Typ „Geran" (auch bekannt als „Shahed") auf das ukrainische Eisenbahnnetz gerichtet und Lokomotiven getroffen, die zum Waffentransport in den Regionen Dnipropetrowsk und Charkiw dienen.

Die Zahlen zeigen das wahre Ausmaß. Laut dem ukrainischen Vizepremier für Wiederaufbau Olexij Kuleba hat Russland seit Jahresbeginn über 200 Lokomotiven beschädigt oder zerstört und mehr als 1.000 Angriffe auf die Bahninfrastruktur ausgeführt. Das ist kein zufälliges Bombardement - es ist eine Strategie. Wer die Schienen kontrolliert, kontrolliert auch die Logistik, den Nachschub und die Geschwindigkeit, mit der Waffen an die Front gelangen.

Das russische Verteidigungsministerium meldete es wie üblich kurz und selbstbewusst: „Infolge des Schlags wurden alle Ziele getroffen." Solche Erklärungen sollte man stets mit Vorbehalt lesen - sie sind ebenso Teil des Krieges wie die Drohnen selbst. Doch die Tatsache, dass Kiew den Verlust von Hunderten Lokomotiven offen einräumt, zeigt, dass der Schaden real ist, keine Propaganda.

Warum ist das auch über die Ukraine hinaus wichtig? Weil es zeigt, wie moderner Krieg aussieht - eine billige Drohne für ein paar Tausend Dollar zerstört eine Lokomotive im Wert von Millionen und lähmt eine ganze Logistikkette. Das ist eine Lektion, die keine Armee der Region ignorieren darf. Die Infrastruktur, die wir für selbstverständlich halten - Schienen, Brücken, Depots -, wird im Krieg zum ersten Ziel. Und die Abwehr eines Schwarms billiger Drohnen ist noch immer ein Problem, auf das niemand eine einfache Antwort hat.