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Moskaus Botschaft an Lettland: der NATO-Schirm wird euch nicht retten - ein direkter Schlag gegen Artikel 5

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Moskaus Botschaft an Lettland: der NATO-Schirm wird euch nicht retten - ein direkter Schlag gegen Artikel 5

Russland hat einem der kleinsten NATO-Mitglieder eine neue Drohung geschickt. Der stellvertretende Außenminister Michail Galuzin warnte, dass Lettland nicht auf den Schutz des Bündnisses zählen könne, wenn es sich an Angriffen auf russisches Territorium beteilige. Die über russische Medien übermittelte Botschaft ist direkt und kalt.

Moskaus Behauptung lautet, die Ukraine bereite sich darauf vor, Drohnen-Operationen von den baltischen Staaten aus zu starten, um die Flugzeit zu russischen Zielen zu verkürzen. Laut dem russischen Auslandsnachrichtendienst verfolgt Russland "Entscheidungszentren, Startplätze und die Produktion von Drohnenkomponenten" quer durch die baltischen Territorien. Mit anderen Worten - Moskau sagt öffentlich, es habe sie im Visier.

Am schärfsten war die Botschaft an Riga: "Wenn Lettland naiv glaubt, es könne sich unter dem angeblichen NATO-Schirm ohne Folgen an antirussischen militärischen Provokationen beteiligen, dann irrt es sich zutiefst." Das ist eine direkte Herausforderung an Artikel 5 - das Fundament des gesamten Bündnisses, das besagt, dass ein Angriff auf ein Mitglied ein Angriff auf alle ist.

Hier liegt das eigentliche Gewicht für jeden, der in einem kleinen Staat lebt, eingeklemmt zwischen Großmächten. Der ganze Sinn einer NATO-Mitgliedschaft ist das Versprechen, dass dich niemand anrührt, weil das gesamte Bündnis hinter dir steht. Wenn Moskau offen versucht, genau diese Annahme zu erschüttern - Zweifel zu säen, ob sich der Schirm wirklich öffnet, wenn er gebraucht wird -, dann greift es nicht Lettland an, sondern den Glauben an das System selbst. Und ohne diesen Glauben ist jede Mitgliedschaft nur eine Unterschrift auf Papier.