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Ein deutsches System für 90 Millionen holte keine einzige Drohne vom Himmel: zwei von acht Geschützen funktionierten

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Ein deutsches System für 90 Millionen holte keine einzige Drohne vom Himmel: zwei von acht Geschützen funktionierten

Das deutsche Luftabwehrsystem Skynex kostet rund 90 Millionen Euro pro Einheit. Gebaut hat es Rheinmetall genau dafür, Drohnen und Marschflugkörper abzuschießen - jene billigen Fluggeräte, die Russland zu Hunderten auf die Ukraine wirft. Als am 1. April 2026 die Reihe an ihm war, das in einer echten Schlacht zu beweisen, gab das System einen einzigen Schuss ab. Nur einen. Die Drohne traf die Industrieanlage, die es verteidigen sollte.

Laut dem deutschen „Stern", der sich auf eine interne ukrainische Bewertung beruft, sah die Aufstellung auf dem Papier beeindruckend aus: zwei Batterien mit acht 35-Millimeter-Geschützen, zwei Radare, zwei Kommandostellen - alles, um den Himmel mit überlappendem Feuer abzudecken. Die Realität war anders. Die Radare erfassten zwei Drohnen auf zwanzig Kilometern. Eine drang in die Feuerzone ein. Und da begann das System auseinanderzufallen.

Drei der acht Geschützmodule fielen binnen Minuten aus - Hydraulik, Radarverfolgung, eine verklemmte Munitionszufuhr. Übrig blieben zwei Geschütze, die die Drohne mehr oder weniger verfolgten, und keines traf sie. „Das ist eine Katastrophe. Das hätte nicht passieren dürfen", schrieb ein Zeuge des Vorfalls in der ukrainischen Bewertung. Das Fazit war brutal: „niedrige technische Einsatzbereitschaft", ein System, das „äußerst unzuverlässig" arbeitet und die Spezifikationen des Herstellers nicht erfüllt.

Rheinmetall lehnte einen ausführlichen Kommentar unter Verweis auf die Sicherheit ab, fand aber dennoch einen Weg zu sagen, das System habe „in der Ukraine außergewöhnliche Wirksamkeit gezeigt". Außergewöhnlich - zwei Geschütze von acht, null abgeschossene Drohnen. In der Welt der Rüstungsindustrie hat das Marketing schon immer besser funktioniert als die Waffe. Und es ist nicht das erste Mal: Dieselbe Geschichte wiederholte sich bereits mit dem französischen SAMP/T - teure westliche Systeme, die auf der Messe glänzen und an der Front husten.

Für den Balkan ist das keine ferne Nachricht. Die Region ist ein Markt, auf dem jeder Staat Millionen für Verteidigungstechnik ausgibt, oft gekauft auf Grundlage von Versprechen aus Präsentationen und Broschüren, nicht vom Schlachtfeld. Wenn ein System für neunzig Millionen keine einzige Drohne für ein paar tausend Euro abschießen kann, ist die Frage einfach: Wer verdient hier wirklich? Der, der den Himmel verteidigt, oder der, der die Illusion verkauft, der Himmel sei sicher? Der Krieg in der Ukraine ist ein teures Labor - und seine Ergebnisse sollte jeder lesen, der in unserem Namen einen Waffenvertrag unterschreibt.