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23.04.2026
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12.04.2026
Saudi-Arabien klopft wieder an die Tür von Barcelona, und will wieder denselben Mann - Raphinha. Al-Hilal und Al-Nassr bereiten gemeinsam ein Paket im Wert von rund 80 Millionen Euro (69 Millionen Pfund) vor, gestützt vom Staatsfonds des Königreichs, mit dem Angebot, das Gehalt des Brasilianers zu vervierfachen. Zahlen, die im europäischen Fußball wie Fantasie klingen und in Riad nur eine routinemäßige Montagsoperation sind.
Dennoch bleibt Barcelona vorerst ruhig. Die Katalanen stützen sich auf den Vertrag, der Raphinha bis 2028 bindet, im letzten Jahr verlängert, und auf die Tatsache, dass der Spieler selbst bereits einmal „nein" zu einem ähnlichen Ruf sagte, nachdem er sich mit Trainer Hansi Flick beraten hatte. Die Frage ist, wie oft ein Klub Geld ablehnen kann, das seinen gesamten Saisonertrag übersteigt, bevor er anders zu denken beginnt.
Die Zahlen auf dem Platz sprechen für den Spieler. In der Saison 2024/25 häufte Raphinha 34 Tore und 23 Vorlagen an - eine Ausbeute, der weltweit kaum ein Flügelstürmer nahekommt. Diese Saison bremsten ihn Verletzungen, doch auch so sammelte er 21 Tore und 7 Vorlagen in 33 Spielen. Das ist kein Spieler im Abstieg; das ist ein Spieler, den die Saudis gerade deshalb wollen, weil er an der Spitze ist.
Interessant ist, dass Barcelona zur gleichen Zeit Anthony Gordon von Newcastle für 69,3 Millionen Pfund mit einem Fünfjahresvertrag holte. Auf den ersten Blick wirkt das wie ein Ersatz, doch der Klub stellt den Schritt als Ergänzung dar, nicht als Vorbereitung für einen Verkauf. Vielleicht ist das eine Botschaft an Riad: Wir haben Tiefe, wir sind nicht gezwungen zu verkaufen.
Der Balkanfan sieht das mit einem vertrauten Gefühl. Jeden Sommer dieselbe Geschichte - ein europäischer Klub baut ein Team auf, und dahinter hängt der Schatten von Ölmilliarden, die es in einer Woche zerreißen können. Wie lange kann das sportliche Argument gegen einen Scheck mit so vielen Nullen bestehen?
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