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Ein Friseur: Der Seitenpony hat einen subtilen Lifting-Effekt - und die Branche verkauft das als Trend

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Ein Friseur: Der Seitenpony hat einen subtilen Lifting-Effekt - und die Branche verkauft das als Trend

Der Friseur Manuel Zabaleta nennt den Seitenpony einen der dankbarsten Schnitte überhaupt - er mildert Züge, gibt Bewegung und hat einen subtilen Lifting-Effekt. Den Satz lohnt es zu übersetzen: Es gibt eine Frisur, die einen Teil dessen leistet, wofür andere mit der Nadel abrechnen.

Der Schnitt tauchte in diesem Herbst bei spanischen Schauspielerinnen auf den großen europäischen Festivals auf - Maribel Verdu, Penelope Cruz, Natalia de Molina. Brauchbar macht ihn nicht, dass ihn jemand auf einem roten Teppich trug, sondern dass er bei jeder Länge funktioniert: Midi, lange Haare, Bob, Pixie.

Zabaleta beschreibt ihn als richtige Wahl für alle, die sich ohne radikale Veränderung auffrischen wollen, und ergänzt, dass er bei jedem Haartyp wirkt - glattes Haar fällt elegant, welliges und lockiges gibt einen unbeschwerten Effekt. Er nennt ihn einen transversalen Pony, der sich jedem Alter allein durch Anpassen von Dichte und Länge fügt.

Bei welchen Gesichtern er sich am meisten lohnt: bei runden und quadratischen, wo die diagonale Linie das Gesicht optisch streckt. Bei ovalen und gestreckten wirkt er besser mit Volumen und einem etwas seitlicheren Scheitel. Er verlangt keine Änderung der bestehenden Frisur - er fügt sich ein.

Das Styling ist kurz. Mit dem Föhn vom Ansatz und einer Rundbürste trocknen, die Luft zur Gegenseite richten für Volumen und Lift. Danach Glätteisen oder Lockenstab für eine sanfte Biegung nach außen. Vorher Hitzeschutz, danach Serum oder ein leichtes Spray gegen fliegendes Haar. Und für tagsüber hat Zabaleta den praktischsten Tipp: „Verliert er die Form, fahr einfach mit dem Finger etwas Wachs oder Trockenspray durch, und er sitzt sofort wieder.“

Am wenigsten gesagt wird, für wen er eigentlich gemacht ist. Ab vierzig und fünfzig mildert der Seitenpony die Linien auf der Stirn und lenkt die Aufmerksamkeit auf Augen und Wangenknochen - und genau deshalb ist er in den Salons der begehrteste. Die Branche verkauft das als Trend, weil „Alternative zur kosmetischen Behandlung zum Preis eines Haarschnitts“ nicht nach etwas klingt, das man in einen Katalog schreiben will.