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SKANDAL IM GESUNDHEITSWESEN: 25.000 Euro zurueckgezahlt - wer hat mehr bekommen und warum das Schweigen?

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Drei Aerzte haben rund 25.000 Euro an den Gesundheitshaushalt zurueckgezahlt, nachdem festgestellt wurde, dass ihre Gehaelter falsch berechnet worden waren und sie mehr erhalten hatten, als ihnen zustand. Der Direktor des Krankenversicherungsfonds, Saso Klekovski, nannte die Namen nicht, wies aber darauf hin, dass der Arzt, von dem der Premier behauptete, er verdiene 12.000 Euro monatlich, nicht unter ihnen sei.

Dennoch wirft dies ernste Fragen auf. Wie ist es moeglich, monatelang oder jahrelang ueberhhoehte Gehaelter auszuzahlen, ohne dass jemand reagiert? Handelt es sich um einen Systemfehler oder um selektive Aufsicht? Und wie viele solcher Faelle sind noch unentdeckt?

Die Tatsache, dass das Geld zurueckgezahlt wurde, schliesst die Geschichte nicht ab - sie oeffnet sie. Verantwortung muss es geben, nicht nur bei denen, die die Mittel erhalten haben, sondern auch bei denen, die die Gehaelter berechnet, genehmigt und ausgezahlt haben.

Das zurueckgezahlte Geld ist kein kleiner Fehler - es sind Zehntausende Euro. Aufgeteilt auf drei sind das rund 8.333 Euro pro Arzt. Das ist der Betrag, den das Hilfspersonal in Krankenhaeusern - Reinigungskraefte, technische Mitarbeiter - in 20 Monaten verdient. Mit Mindestlohn muesste jemand ueber anderthalb Jahre arbeiten, um eine solche Summe zu erreichen.

Und genau deshalb ist dies nicht nur ein Verwaltungsversehen, sondern eine Frage der Gerechtigkeit im System. Wenn die einen jahrelang um ein Grundgehalt kaempfen und die anderen einen Fehler im Wert mehrerer Jahresgehaelter erhalten, dann liegt das Problem nicht in den Zahlen - sondern im System.

Wenn drei entdeckt wurden, ist es logisch zu fragen: Sind sie die Einzigen oder nur die Ersten? Besonders da solche Unregelmaessigkeiten bereits oeffentlich von Zustaendigen angekuendigt worden waren, einschliesslich dem Premier und dem Gesundheitsminister. Das bedeutet, die Institutionen hatten bereits Hinweise, dass das Problem nicht isoliert war.

Die Verdachtsfaelle sind nicht neu. In der Oeffentlichkeit wurde bereits ueber Situationen gesprochen, in denen Aerzte waehrend dienstlicher Auslandsreisen gleichzeitig Verguetungen fuer Bereitschaftsdienste im Inland erhielten. Wenn solche Praktiken tatsaechlich existierten, dann ist das Problem nicht isoliert - sondern systemisch.