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Kein Wasser in Teilen von Karposh, Centar und Butel: Rohre aus den 1960ern schreiben den heutigen Plan

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Teile der Gemeinden Karposh, Centar und Butel werden heute ohne Wasser sein. Grund - technische Arbeiten am Hauptwassernetz. Gleichzeitig werden morgen Teile der Bagdadska- und Atinska-Straße in Skopje wegen eines Anschlusses an einer F-100mm-Leitung ohne Wasser sein. Skopje und Ohrid haben heute die üblichen Balkan-Unannehmlichkeiten.

Die Information selbst ist Standard - sie kommt einige Stunden im Voraus von den öffentlichen Versorgern. Aber die Frage, die sich die Skopjer jede Woche stellen, bleibt dieselbe: Warum braucht das Wassernetz in einer Stadt mit einer halben Million Einwohnern immer noch so oft "technische Unterbrechungen"?

Antwort - die Infrastruktur ist alt. Ein Teil der Rohre stammt aus den 1960ern. Der Wiederaufbau erfolgt Stück für Stück, nicht systemisch. Jedes Mal, wenn es einen Bruch oder einen Anschluss gibt - wird das Wasser für eine ganze Zone abgestellt. Das ist eine teure, ineffiziente Arbeitsweise - aber Rohre werden erst dann ausgetauscht, wenn sie selbst kollabieren.

In Ohrid ist die Situation ähnlich - mehrere Straßen werden morgen wegen der Wartung von Ventilen "größeren Profils" ohne Wasser sein. Wenn ein touristisches Ziel im April Probleme mit der Wasserversorgung hat - heißt das, dass der Sommer noch interessanter wird.

Für die Bürger ist die Lösung einfach - Tanks in den Häusern, Wasserflaschen und Geduld. Für die lokalen Behörden - die Pflicht, mehr Geld für die Infrastruktur zu fordern. Aber im Budget konkurriert das Wassernetz mit Asphalt, mit "Ausstellungen auf dem Platz", mit "Digitalisierung". Und es verliert immer. Bis zum nächsten Rohrbruch.