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Gebrochenes Gelenk in Gjorce, Kinderwagen in Kisela Voda: Das Tierheim sagt, jemand setzt dort absichtlich Hunde aus

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Gebrochenes Gelenk in Gjorce, Kinderwagen in Kisela Voda: Das Tierheim sagt, jemand setzt dort absichtlich Hunde aus

Ein Skopjer hat zwei Platten im Gelenk, weil er versuchte, sich gegen Hunde zu wehren. Er stürzte, brach sich das Gelenk an mehreren Stellen und wurde operiert. Das ist kein Diskussionsthema - das ist ein medizinischer Befund.

In der Straße „Makedonska vojska“ in Gjorce Petrov schlagen Anwohner Alarm: Vier Hunde laufen seit längerem frei herum und greifen Passanten, Radfahrer und Motorradfahrer an. Dort ereignete sich der Vorfall.

Kisela Voda: Kinderwagen mit Babys

Dasselbe Problem trat in Kisela Voda auf, wo laut Aussagen von Anwohnern ein Rudel Hunde auf zwei Mütter mit Kinderwagen zulief, in denen Babys lagen. Die Mütter brachten ihre Kinder in den Kindergarten und konnten die Tiere abwehren.

Der Ort ist kein Zufall. In diesem Teil des Viertels gibt es eine Schule, zwei Kindergärten und den Frederic-Chopin-Park - einer der belebteren Orte im Viertel, an dem sich täglich viele Kinder und Eltern bewegen.

Der Fall verbreitet sich in lokalen Facebook-Gruppen, wo Bürger eine dringende Reaktion der Behörden fordern, bevor es zu einem schwereren Vorfall kommt.

Was der städtische Betrieb sagt

Der Betrieb bestreitet nichts. Direktor Vojislav Dimitrovski bestätigt, man kenne das Problem und die Teams seien bisher dreimal an derselben Stelle im Einsatz gewesen.

„Wir haben Meldungen, und dreimal wurde an derselben Stelle eingegriffen. Die Hunde sind nicht immer da, wenn unsere Teams eintreffen. Leider wurde der Hund noch nicht gefunden. Zwei Teams sind im Einsatz, und wir machen weiter, bis wir ihn eingefangen haben“, sagt Dimitrovski.

Er ergänzt, er habe angewiesen, dass der Betrieb Kontakt zu den geschädigten Bürgern aufnimmt. Meldungen werden binnen 24 Stunden bearbeitet, Informationen zu Einsatzorten kommen auch von der Stadt Skopje.

Die Aussage, die die ganze Geschichte verändert

Doch das Entscheidende, was der Direktor sagt, betrifft nicht die Hunde. Es betrifft Menschen.

„Es handelt sich um eine Gruppe Hunde, die dort abgesetzt wurde. Auf den Fotos habe ich keinen Hund mit Ohrmarke gesehen. Wir arbeiten seit Monaten daran, ein großer Teil dieser Hunde ist bereits eingefangen, aber das Problem ist, dass an dieser Stelle immer wieder Hunde abgesetzt werden“, betont Dimitrovski.

Die Ohrmarke belegt, dass ein Hund das Programm aus Einfangen, Sterilisieren und Zurücksetzen durchlaufen hat. Ihr Fehlen bedeutet: Diese Tiere waren vorher keine Straßenhunde - sie wurden hergebracht und zurückgelassen.

Dasselbe passiere in Nerezi: „Auch in Nerezi haben wir ein Rudel, und wir haben Hinweise, dass jemand die Hunde dort absetzt. Wir können ausrücken und die Tiere einfangen, aber wir können nicht ermitteln, wer sie bringt und zurücklässt.“

Niemand ist zuständig herauszufinden, wer

Hier fällt das System auseinander. Der Direktor eines öffentlichen Betriebs erklärt öffentlich, jemand setze wiederholt Hunde an konkreten Stellen in Skopje aus - und erläutert im selben Satz, dass die Ermittlung nicht in seine Zuständigkeit fällt.

Das stimmt. Seine Aufgabe ist einfangen und handeln. Aber wenn das Tierheim monatelang an einem Ort arbeitet, die Hunde einfängt und sie wieder auftauchen, dann räumt der Betrieb faktisch hinter jemand anderem auf, in einer Endlosschleife - und die Rechnung zahlen der Mann mit zwei Platten im Gelenk und die Mütter vor dem Kindergarten.

Das Aussetzen eines Tieres ist weder ethisch neutral noch rechtlich unsichtbar. Die Frage, die heute keine Mitteilung beantwortet hat: Wer in diesem Land ist überhaupt verpflichtet, denjenigen zu finden, der sie aussetzt - und hat überhaupt schon einmal jemand begonnen, ihn zu suchen?