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Hoxhas Bunker wurden zu Museen: Albanien empfing 2025 12,4 Millionen Besucher

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Hoxhas Bunker wurden zu Museen: Albanien empfing 2025 12,4 Millionen Besucher

Albanien empfing 2025 12,4 Millionen ausländische Besucher - sechs Komma sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Eine Zahl, die bei den Nachbarn meist mit Spott oder Neid kommentiert wird, selten mit der Frage, wie sie zustande kam. Und genau darum geht es in Tiranas Geschichte: wie eine Stadt mit solcher Vergangenheit in dreißig Jahren zu einem Ort wurde, den westliche Magazine als Rohdiamanten beschreiben.

Tirana ist erst seit 1920 Hauptstadt. Davor eine kleine Stadt mit osmanischem Erbe. Dann italienische Besatzung, dann Enver Hoxhas Isolation, dann die Neunziger. Jede dieser Schichten ist noch sichtbar, wenn man zu Fuß geht - und das Zentrum lässt sich mühelos erlaufen.

Was andere abreißen, wurde hier zum Museum

Das Beste an Tirana ist der Umgang mit der eigenen Vergangenheit. Hoxhas Betonbunker wurden weder abgerissen noch mit Gras und Schweigen bedeckt - zwei von ihnen sind Museen. Bunk'Art 2 erzählt die Geschichte des Kommunismus über Zeugnisse von Menschen, die sie überlebt haben. Das Haus der Blätter, einst Sitz der Geheimpolizei, ist ein Museum der Überwachung und Repression aus zwanzig Jahren Diktatur.

Hier sollte ein Leser auf dem Balkan innehalten. Wir diskutieren noch, ob die Archive geöffnet werden sollen. Dort hat man eine Eintrittskarte daraus gemacht.

Die Pyramide von 1988, zu Ehren des Diktators errichtet, ist heute Kulturzentrum und Kunstschule, mit europäischem Geld saniert. Aus dem Symbol eines Mannes wurde ein Gebäude für Kinder, die programmieren lernen.

Was man in zwei Tagen sieht

Der Skanderbeg-Platz mit dem Reiterdenkmal für Gjergj Kastrioti, das Gebäude der Nationaloper und des Balletts und das Mosaik am Historischen Museum. Die Et'hem-Bey-Moschee, der älteste islamische Sakralbau der Stadt vom Ende des 18. Jahrhunderts, mit einer Seltenheit - floralen Fresken, was islamische Dekoration sonst kaum kennt. Die große Namazgah-Moschee, eine der größten auf dem Balkan, errichtet als Antwort auf die Jahrzehnte, in denen Glaube verboten war. Der große Park mit einem See zum Schwimmen und Terrassen am Wasser.

Zum Essen: Mullixhiu von Koch Bledar Kola für zeitgenössische albanische Küche, Oda Garden und Shuci für traditionelle. Kaffee trinkt man in der Radio Bar, im Nouvelle Vague und im Komiteti.

Beste Zeit sind Frühling und Frühherbst - der Sommer bringt hohe Temperaturen und Feuchtigkeit. Dua Lipa, deren Familie albanisch-kosovarische Wurzeln hat, erhielt im November 2022 die Staatsbürgerschaft und ist seither die lauteste Botschafterin der Stadt. Aber Tirana füllt sich nicht ihretwegen. Es füllt sich, weil es billiger ist als Italien, näher als Spanien und daran interessiert, zu zeigen, was es hat.