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1.621 Strafen in drei Tagen, 20 fuhren ganz ohne Führerschein: Was die Zahlen des Innenministeriums sagen

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1.621 Strafen in drei Tagen, 20 fuhren ganz ohne Führerschein: Was die Zahlen des Innenministeriums sagen

1.621 Bußgeldbescheide in drei Tagen. Davon 456 wegen Geschwindigkeit. Wer eine einzige Zahl sucht, die erklärt, wie es auf Mazedoniens Straßen zugeht: Jeder vierte bestrafte Fahrer wurde bestraft, weil er schneller fuhr als erlaubt.

Das Innenministerium veröffentlichte die Ergebnisse regulärer Verkehrskontrollen, die Beamte aus allen Sektoren für innere Angelegenheiten am 24., 25. und 26. August auf Straßen im ganzen Land durchführten. Die Liste ist lang und, aufmerksam gelesen, ziemlich unangenehm.

43 Personen wurden wegen rücksichtsloser Fahrweise festgenommen. Zwei davon fuhren unter Alkoholeinfluss. Zwanzig fuhren ohne Führerschein. Zwei setzten sich trotz eines zuvor verhängten Fahrverbots ans Steuer. Im selben Zeitraum wurden 19 Fahrzeuge nach Artikel 300-b des Strafgesetzbuchs beschlagnahmt.

Die kleinen Zahlen, die am meisten sagen

385 Verstöße wegen falschen Parkens. 28 Sanktionen wegen Alkohol am Steuer. 159 Motorradfahrer bestraft, weil sie keinen Schutzhelm trugen. 105 Verkehrsteilnehmer ohne Sicherheitsgurt. 17 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, weil sie nicht zugelassen waren, sieben wegen technischer Mängel, vier Fahrer bestraft wegen getönter Scheiben.

Einhundertneunundfünfzig Motorradfahrer ohne Helm. In drei Tagen. In einem Land, dessen Verkehrssystem jeden Sommer tote Motorradfahrer zählt, ist das keine Kleinigkeit - es sind 159 Menschen, die bewusst mit dem geringstmöglichen Schutz bei einem Sturz losfuhren.

Und zwanzig fuhren ganz ohne Führerschein. Nicht verloren, nicht zu Hause vergessen - keinen. Dazu zwei, denen ein Gericht oder eine Ordnungsbehörde das Fahren untersagt hatte und die trotzdem fuhren.

Die Kontrollen wirken. Das Problem ist, dass sie permanent laufen müssen

Das Ministerium teilte mit, die Verkehrskontrollen würden in den kommenden Tagen fortgesetzt, verbunden mit dem Appell an alle Verkehrsteilnehmer, die Regeln einzuhalten.

Die Zahlen zeigen: Die Polizei macht ihre Arbeit. 1.621 Bescheide in drei Tagen sind keine Foto-Kampagne, sondern realer Druck vor Ort. Sie zeigen aber noch etwas: Kontrolle funktioniert nur, solange sie stattfindet. Sobald die Streife abzieht, fahren 456 Raser wieder genauso schnell.

Deshalb lohnt eine Frage, die man in solchen Mitteilungen selten liest: Wie viele dieser 1.621 Bescheide wurden tatsächlich eingetrieben? Denn ein Bußgeld, das geschrieben, aber nicht kassiert wird, ist keine Sanktion - es ist eine Formalität. Und solange ein Fahrer mit Fahrverbot seelenruhig ans Steuer steigt, lässt sich schwer behaupten, dass das System, das dieses Verbot verhängt hat, auf der Straße etwas bedeutet.