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Supermacht-Selbstmord: Historiker Snyder erklärt, warum Amerika von innen zerfällt

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Der amerikanische Historiker Timothy Snyder - Experte für autoritäre Regime - prägte den Begriff "Supermacht-Selbstmord", um zu beschreiben, was Trump mit den USA macht. Im CNN-Interview war Snyder direkt: "Statt eines Staates haben wir eine Oligarchie bekommen."

Energie als Geschenk für Peking

Die Kernkritik: Trump besteht auf Öl und Gas, während die Welt auf erneuerbare Energien umsteigt. "Technologische Übergänge werden absichtlich verpasst, besonders in der Energiewirtschaft" - warnt Snyder. Durch die Bevorzugung fossiler Brennstoffe übergebe Trump die Schlüssel zum künftigen globalen Führungsmarkt an China.

Systematische Zerstörung der Grundlagen

Snyder zählt Schläge gegen die Säulen amerikanischer Macht auf: Wissenschaft, Bildung, Verbündete. "Absichtliche Entfremdung der Verbündeten, ein verlorener Handelskrieg mit China, Unterstützung Russlands und Bruch der internationalen Ordnung, die Amerika aufgebaut hat, um in deren Zentrum zu stehen."

Die NATO steht unter besonderer Beobachtung. Trumps bedingter Ansatz zum Bündnis verändert dessen Grundlage fundamental und signalisiert Gegnern, dass die transatlantischen Beziehungen ernsthaft bedroht sind.

Fiskalpolitik? "Völlig unmöglich" - man gibt weit mehr aus, als man verdient. Begeht Amerika wirklich Selbstmord oder testet es nur die eigene Belastbarkeit? Snyder meint, die Antwort sei klar.