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Tetovo gibt 100 Euro für jeden Erstklässler - doch die Hilfe darf nicht von der Gemeinde abhängen, in der ein Kind geboren wurde

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Tetovo gibt 100 Euro für jeden Erstklässler - doch die Hilfe darf nicht von der Gemeinde abhängen, in der ein Kind geboren wurde

Wenn das Schuljahr beginnt, bringt es vielen Familien nicht nur neue Hefte, sondern auch ein neues Loch im Budget. Die Gemeinde Tetovo hat beschlossen zu helfen - mit einer einmaligen finanziellen Unterstützung von 6.150 Denar (etwa 100 Euro) für jeden Erstklässler, der ins neue Schuljahr startet.

Die Entscheidung wurde von einem Gemeinderat angekündigt, mit der Begründung, die Maßnahme solle „einen leichteren, unterstützten Schuljahresstart für die jüngsten Schüler und ihre Familien" ermöglichen. Neben dieser Entscheidung genehmigte der Rat auch den Umbau eines Parks in der Nähe der Musikschule in Tetovo.

Hundert Euro pro Kind klingen bescheiden - doch für eine Familie mit knappem Budget kann genau dieses Geld den Unterschied zwischen einem stressigen und einem würdevollen Schulstart ausmachen. Ranzen, Schuhe, Material - all das summiert sich, während die Löhne gleich bleiben.

Dennoch lohnt sich die weitergehende Frage. Wenn eine Gemeinde Erstklässlern direkte Hilfe gibt, ist das willkommen - zugleich aber eine Erinnerung daran, dass der Staat auf nationaler Ebene keine systematische Lösung für die Bildungskosten hat. Lokale Initiativen dämpfen das Problem dort, wo sie hinreichen, lösen es aber nicht. Und ein Kind in Tetovo bekommt 100 Euro; ein Kind in der Nachbargemeinde - vielleicht nichts. Hilfe darf nicht davon abhängen, in welcher Gemeinde ein Kind zufällig geboren wurde.