Mann aus Kratovo sticht Polizisten mitten im Einsatz nieder: Staatsanwaltschaft fordert Haft für den 40-Jährigen
15.09.2026
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12.04.2026
Die Vorhersage-Wettplattform Polymarket soll Online-Creator dafür bezahlt haben, irreführende Videos zu veröffentlichen, in denen sie sich beim Gewinnen üppiger Wetten zeigen - Wetten, die es in Wirklichkeit nie gab. Die Recherche stammt vom Wall Street Journal, und das Bild, das sie zeichnet, ist ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie online falsches Vertrauen hergestellt wird.
Laut der Zeitung wurden 1.100 Videos für Polymarket analysiert, samt der Anweisungen, die das Unternehmen seinen Creatorn gab. Viele der Videos wurden auf „nahezu perfekten Kopien“ der Polymarket-Seite gedreht, mit angezeigten Transaktionen und Gewinnen, die nicht echt waren. Eine ganze „Social-Media-Armee“, über einen Marketing-Dienstleister angeheuert, verbreitete diese Clips dann weiter.
Am interessantesten ist der Teil über die Vertuschung. Das Unternehmen habe, so die Zeitung, den Creatorn gesagt, nicht anzugeben, dass sie bezahlt würden - bis Journalisten Fragen zu stellen begannen, woraufhin die Creator hastig „@polymarket partner“ in ihre Profile setzten. Einer von ihnen, ein Student namens Razin Khan, verglich die Praxis mit Fast-Food-Werbung: „Wir zeigen, was tatsächlich passiert.“ Der Vergleich sagt mehr, als er vielleicht beabsichtigte - wir alle wissen, wie sehr ein echter Burger dem aus der Werbung ähnelt.
Polymarket antwortete, man sei „der Aufrechterhaltung genauer, fairer und transparenter Märkte verpflichtet“ und werde eine Überprüfung der eigenen Werbeinhalte durchführen. Übersetzt: Wir prüfen, was wir getan haben, nachdem man uns erwischt hat. Für einen Leser auf dem Balkan, gewohnt an bezahlte Kommentatoren und inszenierte Geschichten, ist die Pointe einfach - wenn eine Plattform Gewinner erfinden muss, um Spieler anzulocken, lautet die Frage nicht, ob das System für sie arbeitet, sondern gegen wen es arbeitet.
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