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25 Jahre nach Vejce: Delegationen legten Kränze, die Fragen bleiben unbeantwortet

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25 Jahre nach Vejce - und das Gedenken bleibt ungelöst. Delegationen aus der Regierung und den politischen Parteien legten heute Kränze am Denkmal für die mazedonischen Soldaten nieder, die im Konflikt von 2001 im Dorf Vejce getötet wurden.

Für die mazedonische Öffentlichkeit ist das Ereignis von 2001 in Vejce eines der schmerzhaftesten Kapitel jenes bewaffneten Konflikts. Die Soldaten wurden in einem Hinterhalt getötet, und die Ermittlungen brachten nie vollständig überzeugende Schlussfolgerungen. Ein Teil der Angeklagten wurde verurteilt, andere freigesprochen, dritte begnadigt. Für die Familien der Gefallenen bedeutet das 25 Jahre ohne geschlossenen Kreis.

Wir erinnern uns - aber ohne Lösung. Gedenken - aber ohne Gerechtigkeit. Die Fragen, die unmittelbar nach dem Konflikt bestanden - welche taktischen Fehler es gab, ob es politische Eingriffe während der Aktionen gab, und warum der Bericht nie vollständig deklassifiziert wurde - bleiben weiterhin unbeantwortet.

Delegationen aus der Regierung, aus dem Verteidigungsministerium und aus den Oppositionsparteien. Alle kommen einmal im Jahr. Alle sagen sich, "wir werden nie vergessen". Aber nicht zu vergessen ist eine Sache - nicht zu lösen eine andere.

Die Frage, die seit 25 Jahren keine Antwort findet: Wird die ganze Wahrheit über Vejce jemals veröffentlicht, oder bleibt sie in Archiven verschlossen bis zu dem Moment, in dem alle Beteiligten am Ereignis nicht mehr am Leben sind?