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Warnung vor einem russischen Massenangriff auf die Ukraine: Wie viel ist reale Bedrohung, wie viel psychologische Kriegsführung?

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Warnung vor einem russischen Massenangriff auf die Ukraine: Wie viel ist reale Bedrohung, wie viel psychologische Kriegsführung?

Ukrainische und westliche Monitoring-Kanäle schlugen über Nacht Alarm: Russland bereite angeblich einen der massivsten Luftangriffe seit Kriegsbeginn vor - ein kombinierter Start von Raketen und bis zu 900 Drohnen, mit möglichem Einsatz der neuen ballistischen Rakete „Oreschnik". Wie viel davon reale Bedrohung und wie viel psychologische Kriegsführung ist, lässt sich schwer trennen - und genau das ist der Sinn solcher Veröffentlichungen.

Laut Quellen, die die Bewegung der russischen Kräfte verfolgen, käme der Angriff aus sieben verschiedenen Richtungen zugleich - eine Taktik synchronisierter Wellen, die die ukrainische Luftabwehr überlasten soll. Zudem wird vom Aufsteigen der strategischen Luftwaffe berichtet, der schweren Raketenträger Tu-95 und Tu-22. Ukrainische Kanäle rufen die Bürger offen auf, die Sirenen nicht zu ignorieren und sofort Schutz zu suchen.

Die wahre Angst hat einen Namen: „Oreschnik". Es handelt sich um ein Hyperschallsystem mit mehreren Sprengköpfen, die sich mit Geschwindigkeiten bewegen, die die bestehenden westlichen Systeme in der Ukraine, einschließlich Patriot, nicht effektiv abfangen können. Die Kombination - Hunderte Kamikaze-Drohnen, die die Munition der Abwehr aufbrauchen und die Radarpositionen aufdecken, Marschflugkörper von den Bombern und schließlich der Hyperschallschlag - ist als verheerender Schlag gegen die Energie- und Militärinfrastruktur gedacht.

Hier lohnt es innezuhalten. Der Großteil dieser „Warnungen" stammt von Monitoring-Kanälen und anonymen Quellen, verpackt in die Sprache der Panik. Erfüllt sich jede Warnung vor dem „massivsten Angriff bisher"? Die Geschichte dieses Krieges ist voll solcher angekündigter Apokalypsen, die als bloß eine weitere schwere, aber nicht entscheidende Nacht enden. Angst ist an sich eine Waffe - und beide Seiten wissen, wie man sie einsetzt.

Für den balkanischen Leser, der sich erinnert, wie auch bei uns Kriegspsychose aufgebaut wurde, ist das eine vertraute Partitur. Wenn jede Nacht das Ende der Welt angekündigt wird, hört man irgendwann auf zuzuhören - und genau das ist der gefährlichste Moment, wenn sich die echte Gefahr nicht mehr vom Lärm unterscheidet. Deshalb zählen Fakten: Was ist wirklich gestartet, was ist wirklich gefallen, und wer hat ein Interesse daran, dass du das Schlimmste glaubst, noch bevor es geschieht.