Großer Teil von Centar, Čair und Gazi Baba am Samstag ohne Wasser: ganztägige Unterbrechung wegen Reparaturarbeiten
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12.04.2026
Der 3. Mai, der Welttag der Pressefreiheit. Und wie es Balkan-Tradition ist, wieder ein Tag, an dem Bilanz darüber gezogen werden soll, was wir haben - nicht was wir nicht haben. Mazedonien fällt im zweiten Jahr in Folge in den globalen Pressefreiheitsranglisten. Kein katastrophaler Sturz. Kein ausgerufener Zusammenbruch. Nur ein stetiges Abrutschen auf einer Leiter, auf der vor uns die Demokratien schrumpfen und hinter uns die hybriden Regime wachsen.
Die Welt hilft nicht. Laut Reporter ohne Grenzen war 2025 das tödlichste Jahr für Journalisten in den letzten 25 Jahren. Die globale Lage ist auf dem niedrigsten Stand seit Beginn des Index. Das heißt, Mazedonien fällt nicht in ein Vakuum - es fällt in eine Welt, in der alle fallen. Ist das ein Trost? Nein. Es ist ein Signal, dass sich die Spielregeln ändern und wir nicht einmal unseren Platz in der Mitte halten können.
Pressefreiheit ist kein zeremonielles Datum. Sie ist ein täglicher Test der Demokratie. Wenn das Regime Journalisten wegen übler Nachrede verklagt - Test. Wenn private Unternehmen über ihre Marketingbudgets entscheiden, welche Redaktionen überleben - Test. Wenn Portalen mit Schließung über einen besteuerten Zugang gedroht wird - Test. Und jeder Test, den wir nicht verlieren, ist kein Sieg. Nur ein Aufschub bis zum nächsten.
Für Mazedonien bedeutet der konkrete Fall etwas Konkretes. Von 2017 bis 2020, unter Aleksej und Mickoski, ging der Index in einer Aufwärtsbewegung zurück. Unter den letzten zwei Regierungen - und das ist wichtig, nicht eine Regierung, zwei verschiedene Regierungen - geht die Tendenz nach unten. Das heißt, das Problem ist nicht parteipolitisch. Es heißt, es ist systemisch. Institutionen, Gesetzgebung, Medienmarkt, Werbeabhängigkeit - all das durchschneidet Parteilinien.
Was sagen wir, wenn wir am 3. Mai Podien aufstellen und am 4. Mai zu denselben Praktiken zurückkehren? Wir sagen, dass das Datum wichtiger ist als der Zustand. Das ist die größte Kritik an diesem Tag - nicht, dass er existiert, sondern wie er begangen wird. Ein Satz vom Premierminister, einer vom Verkehrsminister, ein paar Reden in den Medien. Und alles geht weiter wie zuvor. Balkanische Amnesie setzt sich Jahr für Jahr fort.
Die Frage, die wir uns am 4. Mai stellen sollten, wenn diese Reden vorbei sind: Was wird sich konkret bis zum nächsten 3. Mai ändern? Ohne Antwort ist dieser Tag nur ein Ritual. Mit Antwort kann er der Beginn echter Arbeit sein. Und das ist der Unterschied zwischen Demokratien, die funktionieren, und jenen, die jedes Jahr eine Sprosse weiter sinken.
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