Wolf mitten in Kozle in Skopje gefangen: an der Kette als Haustier gehalten, jetzt geht es in den Zoo
13.05.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Am 9. Mai, während Staatschefs aus dem halben Kontinent zu diplomatischen Anlässen zum Europatag zusammenkamen, fand in Kočani der 42. Marsch für die Engel statt. 42 Mal. Zweiundvierzig Mal müssen die Eltern der Opfer der „Puls"-Tragödie marschieren, um gehört zu werden. Und das ist die größte Schande, die Mazedonien zum 9. Mai mitbringt.
Der Marsch startete im Revolutionspark und endete vor der Basis-Staatsanwaltschaft. Er hielt vor der Polizeistation. Das ist wichtig - nicht nur symbolisch, sondern als Forderung nach Verantwortung für die Beamten, die nicht eingriffen, als die Pyrotechnik in Flammen aufging, und die bei der Evakuierung eines Nachtclubs mit 63 Todesopfern nicht halfen.
„Es gibt keine europäische Zukunft ohne Gerechtigkeit. Es gibt keine Würde in einem Staat, in dem Eltern marschieren müssen, um gehört zu werden," sagte Marija Patruševa von den Familien. Ein Satz. Die Übersetzung über 14 Jahrzehnte historischer Beschilderung: In einem Land, das die EU-Mitgliedschaft anstrebt, müssen Eltern 42 Mal für Gerechtigkeit marschieren. Frage ist, ob Brüssel das alles registriert.
Tomče Stojanov, Vater eines der Kinder, spart nicht mit Worten - für beide Seiten: „Zuerst gingen sie in den Urlaub. Jetzt sehen wir, dass wir manipuliert wurden. Nichts Substanzielles ist aus allem, was gesagt und versprochen wurde, herausgekommen." Und weiter: „Das Geld, die Bestechung und die Korruption - diese Hölle leben wir jeden Tag. Jemand hat unsere Kinder zum Tod verurteilt."
Die parlamentarische Untersuchungskommission unter Dimitar Apasiev (Levica) ist blockiert. VMRO-DPMNE weigert sich, Mitglieder zu benennen, bis die Schlussfolgerungen der vorigen Sitzung verabschiedet sind. SDSM wartet auf offizielle Unterlagen. Gesundheitsminister Venko Filipče wartet auf einen Brief des Parlamentspräsidenten. Alle warten. Nur die Eltern warten nicht - sie marschieren.
An alle, die aus Skopje auf Kočani schauen und sagen „weit weg, anderes Problem": Kočani ist jede unserer Städte. Morgen kann es Skopje sein. Übermorgen - Bitola. Und wenn die Institutionen sich an der größten Tragödie mit Kindern blockieren, was passiert, wenn die nächste kommt? Die Frage liegt nicht in der Zukunft. Die Frage ist jetzt. Was das Parlament blockiert, ist nicht das Verfahren. Es ist die Angst vor Verantwortung. Und das Gedenken an jene 63 Namen muss größer sein als die Angst der Politiker.
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