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44 ukrainische Drohnen über Russland am 9. Mai: Der Waffenstillstand dauerte so lange wie die Nachrichten darüber

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Der vom 9. bis 11. Mai angekündigte Waffenstillstand dauerte fast genau so lange wie der Nachrichtenbeitrag dazu im russischen Fernsehen. Russlands Verteidigungsministerium teilte mit, dass in der Nacht zum 9. Mai 44 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und dem Asowschen Meer abgeschossen wurden. Der Angriff war koordiniert und kam in aufeinanderfolgenden Wellen.

Der Kontext macht das Bild für den Kreml noch schwieriger. Der Waffenstillstand war nach Verhandlungen unter Aufsicht Donald Trumps vereinbart worden, als Teil eines Pakets, zu dem auch ein Gefangenenaustausch gehörte - 1.000 gegen 1.000. Das Arrangement selbst wurde als diplomatischer Durchbruch verkauft. Und nun, in derselben Nacht der Parade zum Tag des Sieges, erwies es sich als Fassade.

Selenskyj akzeptierte den Waffenstillstand offiziell und genehmigte gleichzeitig einen koordinierten Drohnenangriff. Das ist kein Übersetzungsfehler - es ist eine bewusste Botschaft. Moskau erhält das Signal, dass es keine symbolischen Abkommen ohne echten politischen Inhalt gibt. Und bekommt es genau am wichtigsten visuellen Abend des russischen Kalenders.

Die Sicherheit der Moskauer Parade wurde verstärkt. Russlands Drohnenabwehr arbeitete die ganze Nacht. Irgendwo zwischen der Feier und dem Himmel darüber stand eine neue, kalte Realität: Der moderne Krieg lässt keine Feiertage mehr zu. Keine Pause, kein Symbol, kein "die Kanone fürs Abendessen ablegen." Die Drohnen kommen auch, wenn das Kommando "Waffenruhe" ruft - und das ist das wahre Gesicht dieses Krieges, ohne die Dekorationen vom Roten Platz.