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Acht Schmuckstücke, die durch Königinnen wandern: Letizia und das Testament der Viktoria Eugenia

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Als Königin Letizia in Barcelona mit der Chaton-Halskette von Viktoria Eugenia und den dazugehörigen Ohrringen auftrat, war das keine Modeentscheidung - es war eine institutionelle Pose. Die Halskette gehört zu acht Stücken, geerbt von Viktoria Eugenia, der letzten Königin des alten spanischen Regimes, die das mächtige System der "joyas de pasar" darstellen - Schmuck, der nicht der Person, sondern der Position gehört.

Im Testament der Viktoria Eugenia steht, dass der Schmuck an ihren Sohn Juan de Borbón gehen soll, der ihn an Juan Carlos weitergab, woraufhin er bei Felipe VI. und Letizia ankam. Keine Schmuckstücke - juristische Objekte, die durch Generationen wandern.

Die Sammlung umfasst acht Stücke, und am bekanntesten ist das Diadem Fleur-de-Lis von 1906, das Letizia seit 2017 nur sechs Mal getragen hat. Die 37-Perlen-Halskette mit russischen Perlen war ein Geschenk Alfonsos XII. von 1878. Die zwei Chaton-Halsketten waren ein Hochzeitsgeschenk Alfonsos XIII. Die Chaton-Ohrringe sind ihre häufigste Wahl aus dieser Sammlung.

Es gibt auch Stücke, die Letizia nie trug - die vierreihige Perlenkette liegt im Tresor, ungetragen. Dasselbe gilt für Königin Sofía. Der Schmuck wandert nicht nur durch Königinnen - er entscheidet selbst, wann er erscheint.

Für den Balkan klingen diese Geschichten wie ein fremder Werbekatalog. Sind sie aber nicht: Das ist, was Institutionen als wahren Reichtum berechnen - nicht Geld, sondern ein vererbtes Symbol, das die Machtlinie beweist. Das mazedonische Problem ist ähnlich, nur umgekehrt - wir wissen nicht, wo unsere Kreuze aus dem 19. Jahrhundert sind, noch wer die in Staatsarchiven verschwundenen Ikonen geerbt hat.