Skip to content

Gostivar: Drei festgenommen mit Marihuana, Digitalwaage, Geld und Kleinkalibergewehr - Infrastruktur für den Verkauf

1 Min. Lesezeit
Teilen

Die Polizei in Gostivar hat drei Männer im Alter von 20 bis 24 Jahren nach einer Operation am 8. Mai zwischen 14:30 und 19:00 Uhr festgenommen. Laut Polizeibericht wurden bei den Durchsuchungen Päckchen Marihuana, eine Digitalwaage, Bargeld in verschiedenen Scheinen, ein Kleinkalibergewehr mit vier Patronen sowie ein Mobiltelefon mit Drogenresten gefunden.

Die Namen der Festgenommenen wurden als Initialen genannt - E.A. (24), D.Š. (24) und L.G. - gemäß der üblichen Praxis vor der staatsanwaltlichen Bearbeitung. Alle drei wurden auf der Polizeiwache festgehalten; nach Abschluss der Aktenlage folgt die Strafanzeige. Die Operation führte die Externe Abteilung für Kriminalangelegenheiten in Gostivar durch.

Auf den ersten Blick eine Routineaktion. Auf den zweiten ein Datenpunkt. Bargeld in verschiedenen Scheinen ist nicht das, was Drogenkonsumenten bei sich tragen. Es ist ökonomischer Beleg dafür, dass es um Verkauf ging, nicht um Eigenkonsum. Die Digitalwaage bestätigt: Infrastruktur für Kleinverkäufe, nicht für individuellen Konsum. Und ein Kleinkalibergewehr mit Munition - weder zum Jagen noch zur Selbstverteidigung, sondern zum Geschäftsschutz.

Für Gostivar ist das kein neues Profil. Die Stadt war in den vergangenen Jahren Ziel mehrerer ähnlicher Operationen. Die Frage, die eine einzelne Aktion nicht löst: Verkleinern Polizeioperationen den Drogenmarkt tatsächlich, oder verschieben sie ihn nur in den nächsten Stadtteil? Ohne systemische Antwort - Prävention, Bildung, reale Alternativen für junge Menschen - haben Aktionen kurzfristige Wirkung und langfristige Kosten für den Staat. Die Zahl der 20- bis 24-jährigen Festgenommenen sollte als Mahnung gelesen werden, nicht als statistischer Sieg.