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Griechenland bereitet E-Scooter-Verbot für unter 18 vor: Skopje noch ohne rechtlichen Rahmen

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Die griechische Regierung bereitet ein Verbot elektrischer Tretroller für Personen unter 18 Jahren vor. Auslöser war eine Reihe schwerer Unfälle - darunter ein Todesfall mit einem 13-Jährigen und ein schwerer Zusammenstoß mit einem 12-Jährigen in Aspropyrgos. Neben dem Verbot für Minderjährige enthält das neue Paket auch eine Versicherungspflicht für Erwachsene und höhere Strafen für Verstöße.

Die Zahlen sind eindeutig. E-Scooter auf dem Markt werben oft mit Geschwindigkeiten von 70 bis 100 km/h, während das Straßenlimit bei 25 km/h liegt. Das heißt: Jedes verkaufte Gerät ist per Definition ein eingebauter Rechtsverstoß - ein Problem, das keine Polizei minütlich kontrollieren kann.

Griechische Verkehrsingenieure sind gespalten. Die einen halten ein Komplettverbot für Minderjährige für den schnellsten Weg zu weniger Opfern, gerade nach den jüngsten Todesfällen. Andere bestehen darauf, dass die eigentliche Lösung die Infrastruktur ist - eigene Spuren, wirksame Bußgelder, Aufklärung in den Schulen. In einem Punkt sind sich alle einig: Der Status quo ist keine Antwort.

Für Skopje und andere mazedonische Städte wird die Frage von Monat zu Monat dringlicher. Mietroller sind keine Neuheit mehr, und Unfälle nehmen seit zwei Jahren zu. Ohne Gesetz, ohne Versicherungspflicht, ohne polizeiliches System zur Identifikation der Fahrer wird das Problem nur wachsen. Das griechische Beispiel kann Modell oder Warnung sein. Es hängt davon ab, ob das mazedonische Parlament es vor oder nach dem ersten heimischen Todesfall mit einem Minderjährigen auf einem E-Scooter liest. Bislang sagt niemand im Sobranie, auf welcher Seite er steht.