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77 Stimmen für Verbot der doppelten Staatsbürgerschaft für Abgeordnete: Die Antwort liegt in Sofia, nicht in Brüssel

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Mit 77 Ja- und 8 Nein-Stimmen unterstützte das Parlament den Vorschlag der VMRO-DPMNE, dass Abgeordnete ausschliesslich die mazedonische Staatsbürgerschaft haben müssen. Die Initiative wurde von fünf Abgeordneten unter Führung von Antonio Milošoski eingereicht - Zielscheibe sind fünf Kollegen, die angeblich bulgarische Pässe besitzen.

SDSM-Koordinator Oliver Spasovski nannte die Initiative "reinen Populismus", unterstützte sie aber trotzdem - und forderte, das Verbot auf alle ernannten und gewählten Amtsträger auszuweiten, nicht nur auf Abgeordnete. Die Rentnerpartei fordert ebenfalls eine Ausweitung auf alle Ebenen.

Skender Redzepi von der "Europäischen Front" widersprach - er behauptet, die Massnahme sei verfassungswidrig. Die Liberal-Demokratische Partei fordert sofortige einheitliche Standards für alle Amtsträger.

Dafina Stojanoska von VMRO-DPMNE nannte die Anschuldigungen eine "Seifenblase", die platzen werde. Aber die Frage bleibt: Wenn die meisten europäischen Demokratien doppelte Staatsbürgerschaft für Amtsträger erlauben, warum machen wir eine Ausnahme? Die Antwort liegt in Sofia, nicht in Brüssel - und alle wissen das.