Skip to content

Ein Busfahrer hielt während der Fahrt nicht an, wie es die Regeln verlangen - an der Haltestelle wurde er verprügelt

1 Min. Lesezeit
Teilen
Ein Busfahrer hielt während der Fahrt nicht an, wie es die Regeln verlangen - an der Haltestelle wurde er verprügelt

Ein Busfahrer der städtischen Verkehrsbetriebe hielt nicht an, während sein Fahrzeug auf einem Boulevard in Bewegung war. Genau das schreiben die Regeln vor. An der Haltestelle angekommen, wurde er von derselben Person, die einsteigen wollte, körperlich angegriffen.

Der Fall wurde am Abend bei der Skopjer Polizei angezeigt. Laut Anzeige wurde S.S. (49) aus Skopje während der Ausübung seiner Arbeit an einer Bushaltestelle im Gemeindegebiet Centar angegriffen.

Also: Ein Mann, der seine Arbeit korrekt machte, wurde dafür verprügelt.

Zweite Anzeige: Angriff während der Fahrt

Derselbe Tagesbericht der Polizei enthält einen weiteren Vorfall im öffentlichen Nahverkehr. J.P. (44) aus Skopje zeigte an, sie sei am 25. August gegen 17:10 Uhr in einem Bus im Gebiet Bit Pazar von einer anderen Frau körperlich angegriffen worden.

Offizielle Informationen darüber, was dem Angriff vorausging oder ob sich die beiden Frauen kannten, gibt es nicht. Das Innenministerium teilt mit, es würden Maßnahmen zur vollständigen Aufklärung des Falls und zur Feststellung der Identität der angegriffenen Person ergriffen.

Dritter Vorfall, dasselbe Muster

Am 25. August um 19:25 Uhr registrierte die Skopjer Polizei eine weitere Anzeige. A.M. aus Skopje gab an, er sei gegen 18 Uhr vor einem Verkaufsstand im Alten Skopjer Basar nach einem vorangegangenen Streit von einem Mann angegriffen worden, der einen Metallgegenstand einsetzte.

Drei Anzeigen. Bus, Bushaltestelle, Basar. Alle an öffentlichen Orten, alle am helllichten Tag oder frühen Abend, alle unter Menschen, die in keiner vorherigen Konfliktsituation standen - jedenfalls in keiner, die die Polizei festgestellt hat.

Wer die Rechnung trägt

Ein Busfahrer hat einen Arbeitsplatz, an dem Entscheidungen in Sekunden fallen: anhalten oder nicht, Tür öffnen oder nicht, jemanden in ein fahrendes Fahrzeug lassen oder nicht. Jede dieser Entscheidungen ist genau deshalb reguliert, weil ein Fehler einen verletzten Menschen unter den Rädern bedeutet.

Wenn die Folge einer korrekten Entscheidung Prügel an der Haltestelle sind, überlegt dieser Fahrer beim nächsten Mal zweimal. Und ab da ist es nicht mehr sein Problem, sondern das Problem jedes Fahrgastes in diesem Bus.

In allen drei Fällen ergreift das Innenministerium Maßnahmen zur Aufklärung. Diese Formulierung sehen wir täglich. Was wir nicht sehen, ist, was danach passiert - wie viele dieser Anzeigen wegen Angriffen an öffentlichen Orten in einer Anklage enden und wie viele irgendwo zwischen Aufklärung und Vergessen still auslaufen.