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Alarmierender Anstieg häuslicher Gewalt in ganz Mazedonien: Opfer meist Frauen und Kinder

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Alarmierender Anstieg häuslicher Gewalt in ganz Mazedonien: Opfer meist Frauen und Kinder

In den vergangenen Tagen hat die Polizei in ganz Mazedonien einen alarmierenden Anstieg von Fällen häuslicher Gewalt und körperlicher Auseinandersetzungen verzeichnet. In einem großen Teil der Vorfälle waren die Opfer Frauen und minderjährige Kinder - und das Ergebnis sind immer mehr festgenommene Personen und eingeleitete Strafverfahren.

Die Fälle sind über das ganze Land verteilt - von Skopje bis Struga, wo unter anderem eine Frau ihre Nachbarin in einem Wohnhaus körperlich angriff. Die Zahl der Anzeigen steigt, und die Polizei reagiert mit Festnahmen, doch die Frage, die immer bleibt, ist, ob die Reaktion rechtzeitig kommt oder erst, nachdem das Schlimmste geschehen ist.

Häusliche Gewalt war in Mazedonien lange ein Thema, über das geschwiegen wurde - „eine Sache zwischen vier Wänden", wie die beschämende Volksweisheit lautete. Ein Anstieg der Anzeigen kann zweierlei bedeuten: Entweder nimmt die Gewalt tatsächlich zu, oder die Opfer wagen es endlich immer öfter, sie anzuzeigen. Beide Möglichkeiten verlangen eine andere Antwort der Institutionen, und keine darf unbemerkt bleiben.

Strafverfahren sind notwendig, aber sie kommen, nachdem der Schaden bereits angerichtet ist. Der eigentliche Test für das System ist nicht, wie viele Täter es festnimmt, sondern wie viele Opfer es schützt, bevor es zu spät ist. Denn hinter jeder Zahl in der Polizeistatistik steht ein Mensch - meist eine Frau oder ein Kind -, der sich im eigenen Zuhause nicht sicher fühlt.