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Das Reh Bambi überlebte eine illegale Falle, warf aber eine Frage auf: Wer schützt bei uns die Wildtiere?

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Das Reh Bambi überlebte eine illegale Falle, warf aber eine Frage auf: Wer schützt bei uns die Wildtiere?

Die Geschichte eines Rehs aus der Gegend von Kičevo namens Bambi hätte mit dem Tod enden können - tat sie aber nicht. Das zwei Monate alte Kitz, vergangene Woche in einem Feld mit schweren Verletzungen durch eine illegale Falle für Wildschweine gefunden, überlebte und erholt sich nun in einem Dorf in Gesellschaft eines vor der Schlachtung geretteten jungen Ziegleins.

Gefunden haben es Arbeiter des Stromnetzes, draußen im Feld, mit fast durchtrennten Beinen und tiefen, infizierten Wunden. Ein Tierarzt in Kičevo gab ihm die ersten Antibiotika, danach wurde es in Skopje geröntgt und untersucht. Drei der vier Beine haben fast irreparable Schäden. Dennoch entschied die Organisation „Animal Rescue Project“, dass Bambi nicht eingeschläfert wird.

„Bambi fehlt kein Zuhause, keine Liebe und keine tierärztliche Pflege. Bambi fehlen die Beine“, hieß es von der Organisation - ein Satz, der gerade deshalb wehtut, weil er stimmt. Ein Wildtier steht unter großem Stress, was die Pflege besonders schwer macht. Und in dem stillen Dorf, das nun sein Zuhause ist, steht ihm ein vor dem Messer gerettetes junges Ziegenlein zur Seite - beide vom ersten Moment an eng verbunden.

Die schöne Seite der Geschichte darf die hässliche nicht überdecken. Bambi wurde von einer Falle verletzt, die jemand absichtlich aufgestellt hat - ein illegales Gerät für Wildtiere, das noch immer in Wäldern und Feldern auftaucht. Die Frage, die dieses Reh aufwirft, ist größer als es selbst: Wer schützt bei uns überhaupt die Wildtiere? Wie viele solcher Fallen stehen in diesem Moment aufgestellt, und wie viele Tiere, die nicht das Glück haben, von Stromnetz-Arbeitern gefunden zu werden, enden allein, in Schmerzen, ohne dass es je jemand erfährt. Bambi überlebte - aber nur, weil zufällig jemand vorbeikam.