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Antimonmine in Kriva Palanka: Der Bürgermeister sagt nicht Nein - aber seine Bedingungen sind streng

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Der Bürgermeister von Kriva Palanka, Saško Mitovski, hat nicht Nein zu einer Antimonmine auf dem Gemeindegebiet gesagt - aber Bedingungen gestellt, die im Wesentlichen bedeuten: Keine Garantien, keine Mine. Mitovski fordert ein geschlossenes Produktionssystem ohne Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung, Einbindung der Expertenöffentlichkeit und eine Bankgarantie für jeden möglichen Umweltschaden.

Der Anlass: SDSM fordert ein Referendum, damit die Bürger von Kriva Palanka über das Projekt entscheiden, und behauptet, hinter der Investition stünden Geschäftsinteressen, die mit Premierminister Mickoski verbunden seien. VMRO-DPMNE und die Zentralregierung betonen hingegen wirtschaftliche Vorteile - neue Arbeitsplätze und Einnahmen für eine Gemeinde mit begrenzten Industrialisierungsmöglichkeiten.

Mitovski nimmt die Mittelposition ein: Kriva Palanka ist eine Bergbaustadt - das ist Teil ihrer Identität und Geschichte. Aber diese Identität bedeutet nicht blindes Akzeptieren jeder Investition. Wenn das Antimonvorkommen wirklich eines der größten der Region ist, ist das eine ernste Entwicklungsperspektive. Wenn die Standards nicht eingehalten werden - kein Deal.

Die Frage um die Mine ist eigentlich eine Frage danach, wer entscheidet - die Gemeinde, die Bürger oder jemand mit Geschäftsinteressen in Skopje. Mitovski besteht auf Expertenmeinung und Transparenz. Ob er beides bekommt - das ist der eigentliche Test.