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Barcelona holt in Köln den 12. Titel, Gidsel bricht einen Rekord, und Iva Mladenovska geht nach Dortmund

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Barcelona holt in Köln den 12. Titel, Gidsel bricht einen Rekord, und Iva Mladenovska geht nach Dortmund

Barcelona zerlegt die Füchse Berlin in Köln zum 12. Titel in der Champions League

In einer ausverkauften Arena in Köln, beim Final Four, zeigte Barcelona erneut, warum es der größte Name im europäischen Handball ist. Die Katalanen besiegten die Füchse Berlin mit 37:34 und holten ihren 12. Titel in der Champions League - ein Rekord, dem sonst niemand auch nur nahekommt. Der Schlüssel war Torhüter Emil Nielsen, der in den ersten 24 Minuten 8 Paraden bei unglaublichen 42 Prozent Erfolgsquote sammelte und das Tempo vorgab. Berlin kam mehrmals auf zwei Tore heran, glich aber nie aus. Die Ironie: Nielsen wechselt in wenigen Tagen nach Veszprém - er schenkte Barça die letzte Trophäe und packt dann für die Konkurrenz.

Gidsel erzielte 161 Tore und brach einen jahrzehntealten Rekord

Trotz der Niederlage ging Mathias Gidsel aus dieser Saison in die Geschichte ein. Der Däne von den Füchsen Berlin erzielte 161 Tore in einer einzigen Champions-League-Saison - ein neuer Rekord, der die alte Bestmarke von 141 Toren seines Landsmanns Mikkel Hansen aus 2015/16 brach. Allein beim Final Four legte er weitere 9 Tore im Halbfinale und 8 im verlorenen Finale nach. Aber der Mann wollte von individuellem Ruhm nichts hören: „Ich bin traurig, dass wir verloren haben, und das ist gerade das einzige Gefühl. Ich würde diese Auszeichnung gegen die große Trophäe eintauschen." Eine Tormaschine, die trotzdem weiß, dass Handball für das Team gespielt wird, nicht für die Statistik.

Domen Makuc zum MVP des Final Four gekürt - vor seinem Wechsel nach Kiel

Die Auszeichnung als wertvollster Spieler ging an Domen Makuc, den slowenischen Spielmacher Barcelonas. Das 25-jährige Ass erzielte je 5 Tore im Halbfinale und im Finale und setzte ein letztes Zeichen vor dem Wechsel zum deutschen THW Kiel. „Es bedeutet viel, MVP zu sein, aber das ist eine Teamleistung - viele in meinem Team verdienen die Auszeichnung", sagte Makuc bescheiden. Ein Balkannachbar an der Spitze Europas - der Slowene wurde der vierte Barça-Spieler mit dieser Ehre. Die Region bewies erneut, dass sie im Handball nie nur Statist ist.

Ein Traumtransfer: Iva Mladenovska ist das neueste Mitglied von Borussia Dortmund

Und hier bei uns gibt es eine Nachricht, die man lauter hinausschreien sollte. Die mazedonische Handballerin Iva Mladenovska ist das neueste Mitglied von Borussia Dortmund, dem deutschen Vizemeister - ein Traumtransfer für jede Spielerin aus der Region. Während ausländische Medien Millionen-Transfers im Männerhandball trompeten, hat sich eines unserer Mädchen still ihren Platz in einem der stärksten Frauenvereine Europas erkämpft. Das ist kein Glück, das sind Jahre der Arbeit, die niemand filmte. Wenn das nächste Mal jemand sagt, aus Mazedonien komme nichts, erinnern Sie ihn an diesen Namen.

Mazedonien wird Gastgeber der U18-Europameisterschaft

Und noch eine gute Nachricht vom heimischen Boden: Mazedonien wird die Handball-Europameisterschaft für Spieler unter 18 ausrichten. Gastgeber zu sein ist nicht nur Logistik und Kosten - es ist eine Chance für unsere Jungen, vor eigenem Publikum, auf eigenem Boden, gegen das Beste zu spielen, was Europa in diesem Alter hat. Aus solchen Turnieren werden künftige Nationalspieler geboren, und aus einem gut organisierten Turnier wächst das Vertrauen, dass das Land etwas Großes tragen kann. Bleibt die Frage, ob die Institutionen es als Anfang nutzen oder nur als Fototermin.