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Ein Feuer aus Serbien nähert sich der Grenze: Der Rauch liegt schon über Lipkovo und Kumanovo

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Ein Feuer aus Serbien nähert sich der Grenze: Der Rauch liegt schon über Lipkovo und Kumanovo

Der Rauch war vor dem Feuer da. Ein dichter Vorhang liegt über fast der gesamten Gemeinde Lipkovo, über Teilen von Aracinovo, und er ist auch in Kumanovo zu spüren. Das Feuer selbst steht vorerst auf der anderen Seite der Grenze - bewegt sich aber auf sie zu.

Die Information kam von Kire Mihailov, dem stellvertretenden Direktor des staatlichen Forstbetriebs „Nationale Wälder“, über seine sozialen Netzwerke. Der Brand breite sich vom serbischen Dorf Trnava in Richtung des Dorfes Straza in der Gemeinde Lipkovo aus, direkt oberhalb des Grenzübergangs Tabanovce.

„Das ist ein sehr schlimmes Feuer mit enormer Intensität“, schrieb Mihailov und appellierte, es unter Kontrolle zu bringen, bevor es mazedonisches Gebiet erreicht.

Ein Appell - und dann?

Der Appell ist ausgesprochen, aber an wen, bleibt unklar. Das Feuer brennt in Serbien, unter serbischer Zuständigkeit. Die mazedonische Seite kann den Rauch beobachten, die Hektar zählen, die noch abbrennen werden, und warten. Grenzüberschreitende Koordination bei der Brandbekämpfung ist genau der Typ Mechanismus, der in regionalen Abkommen auf dem Papier existiert und selten getestet wird, bis er gebraucht wird - und dann ist es bereits spät.

Mazedonien wiederum kann fremde Feuer nicht mit ruhigem Gewissen betrachten. In den vergangenen 24 Stunden wurden hier 31 Freilandbrände registriert, acht davon sind noch aktiv. Die jüngsten Brände in der Region Lipkovo machen die Nordgrenze zum angespanntesten Punkt auf der Karte.

Bislang gibt es keine Bestätigung, dass die Flammen die Grenze überschritten haben. Doch der dichte Rauch über dem Nordosten des Landes ist nicht nur eine Belastung für die Atemwege - er ist eine Warnung, dass die Brandgefahr hoch bleibt und dass das nächste Feuer womöglich kein fremdes sein wird.