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68.675 Denar, um einen Monat zu überleben: Zwei Mindestlöhne decken drei Viertel

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68.675 Denar, um einen Monat zu überleben: Zwei Mindestlöhne decken drei Viertel

68.675 Denar. So viel braucht ein mazedonischer Vier-Personen-Haushalt, um im August allein die Grundbedürfnisse zu decken. Lebt diese Familie zur Miete, springt die Zahl auf 84.050 Denar.

Nicht für Urlaub, nicht fürs Sparen, nicht für eine neue Waschmaschine. Für Essen, Strom, Fahrten, Schulbücher und Medikamente. Für einen Monat, in dem nichts Außergewöhnliches passiert ist.

Wohin das Geld geht

Der größte Teil des Korbs entfällt auf Lebensmittel: 25.032 Denar, rund 36 Prozent des Ganzen. Auf 31 Tage verteilt sind das etwa 807 Denar täglich für die gesamte Familie - rund 202 Denar pro Person und Tag. So viel kostet es laut Gewerkschaftsrechnung, einen Menschen zu ernähren.

Der Rest verteilt sich so:

Bildung - 7.192 Denar. Kleidung und Schuhe - 6.511. Wohnen - rund 6.400. Freizeit und Kultur - 5.592. Verkehr - 5.175. Restaurants und Hotels - 4.131. Kommunikation - 3.677. Körper- und Haushaltshygiene - 2.692. Gesundheit - 1.196. Sonstige Waren und Dienstleistungen - 1.100.

Zusammengerechnet sind das etwa 2.215 Denar pro Tag. Mit Miete für eine 60-Quadratmeter-Wohnung - zusätzliche 15.375 Denar im Monat - steigt der Tagesbetrag auf rund 2.711 Denar.

Zwei Mindestlöhne reichen nicht

Das ist die Zahl, die die Geschichte erzählt. Der Netto-Mindestlohn beträgt seit März dieses Jahres 26.046 Denar. Verdienen zwei Mitglieder eines Vier-Personen-Haushalts den Mindestlohn, liegt das gemeinsame Einkommen bei 52.092 Denar.

Das sind 16.583 Denar weniger als der Korb ohne Miete. Mit Miete wächst die Lücke auf 31.958 Denar.

Also: Zwei legal ausgezahlte, volle Mindestlöhne decken rund drei Viertel des Grundlebens einer Familie - und etwa 62 Prozent, wenn die Wohnung nicht die eigene ist. Diese Differenz schließt sich nicht durch Disziplin. Sie schließt sich durch Schulden, einen Zweitjob, Hilfe von Verwandten oder den Verzicht auf einen der Posten oben. Meist auf den mit der Aufschrift „Gesundheit“.

Und Alleinerziehende?

Hier wird die Rechnung brutal. Ein Elternteil mit einem Mindestlohn von 26.046 Denar gegenüber einem Korb von 68.675 - eine Differenz von 42.629 Denar im Monat. Unterhalt kommt, wenn er überhaupt kommt, oft symbolisch oder verspätet. Ein öffentlicher Nahverkehr, der nicht pünktlich fährt, bedeutet die Wahl zwischen Zuspätkommen zur Arbeit und einem Taxi, das in keiner Rechnung vorkommt.

Diese Menschen verlangen keine Privilegien. Sie verlangen einen Lohn, der zu den Preisen passt, einen Unterhalt, der eingetrieben wird, wenn er nicht freiwillig gezahlt wird, und einen Bus, der kommt.

Und er steigt

Im Juli lag der Korb bei 68.498 Denar. In einem Monat ist er um 177 Denar gestiegen. In einem Jahr um 3.168 Denar. Allein für Essen und Getränke werden jetzt 968 Denar mehr gebraucht als vor zwölf Monaten.

Die Zahl wird jeden Monat veröffentlicht, ordentlich, wie eine Wettervorhersage. Wer liest sie in den Institutionen, die den Mindestlohn festlegen?