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Nach vier Jahrzehnten bekommt Prilep wieder Monumentalskulpturen - und sie landen nicht in einer Galerie

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Nach vier Jahrzehnten bekommt Prilep wieder Monumentalskulpturen - und sie landen nicht in einer Galerie

Mehr als vier Jahrzehnte hat Prilep keine Monumentalskulptur erhalten. Dieses Jahr bekommt die Stadt gleich mehrere - und, wichtiger noch, sie landen nicht in einer Galerie.

Die achtzehnte Künstlerkolonie „Marko Cepenkov“ - Dren konzentriert sich in diesem Jahr auf Monumentalskulpturen, und die Gemeinde hat sie erstmals finanziell unterstützt.

„Prilep bauen wir mit Infrastruktur, und wir beleben es mit Kultur, Ideen und Werken, die Spuren hinterlassen“, erklärte Bürgermeister Dejan Prodanoski.

Der Unterschied liegt im Raum

Hier ist der Teil, der sich von der üblichen Pressekonferenz-Rhetorik abhebt. Laut Prodanoski bleiben die Werke nicht im Galerieraum, sondern werden im öffentlichen Raum aufgestellt - im Alltag der Menschen von Prilep.

Eine Skulptur in der Galerie sehen jene, die hineingehen. Eine Skulptur auf dem Platz sieht jeder, der vorbeikommt, jeden Tag, ob er will oder nicht. Das ist der Unterschied zwischen einem Posten im Kulturhaushalt und etwas, das das Aussehen einer Stadt tatsächlich verändert.

Gearbeitet wird in Räumen, die das Tabakkombinat zur Verfügung gestellt hat. Prodanoski dankte den Künstlern, dem Kulturzentrum, den Organisatoren und dem Ministerium für Kultur und Tourismus.

„Was wir heute schaffen, ist ein Erbe, das künftigen Generationen bleiben wird“, sagte er.

Der Satz ist genau das, was man von einer Eröffnungsrede erwartet. Ob er zutrifft, hängt von etwas ab, das auf Pressekonferenzen nicht gesagt wird: Wer pflegt die Skulpturen in zehn Jahren, und wird eine Gemeinde, die erstmals in die Kolonie investiert hat, auch im nächsten Jahr investieren?